1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Schäden von mehr als 20 Millionen Euro in der VG Wittlich-Land

Flutkatastrophe : 27 Millionen Euro Flutschäden an Infrastruktur im Landkreis

Erste Schätzungen zur Unwetterbilanz: Besonders hart hat es die Verbandsgemeinde Wittlich-Land getroffen.

Die Unwetterkatastrophe Mitte Juli hat auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich erhebliche Schäden an privaten Gebäuden, an privatem Eigentum und an der öffentlichen Infrastruktur verursacht. Doch über die Schadenshöhe an privaten Gebäuden und privatem Eigentum liegen der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich keine Schätzungen, Erkenntnisse und Zahlen vor.

Anders sieht das im Bereich der öffentlichen Infrastruktur aus: Laut den Schätzungen der betroffenen Kommunen, den Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, der Stadt Wittlich sowie des Landkreises sind landkreisweit Schäden von rund 26,9 Millionen Euro entstanden.

Besonders hart getroffen hatten Starkregen und Überschwemmungen die VG Wittlich-Land mit geschätzten Schäden von mehr als 20 Millionen Euro. Dort wurden beispielsweise das Feuerwehrgerätehaus Salmtal (1,7 Millionen Euro Schaden), die Kita Salmtal, mehrere Brücken auf dem Lieserpfad als Teil der touristischen Infrastruktur und eine Vielzahl von Wirtschaftswegen in den Ortsgemeinden besonders stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Stadt Wittlich verzeichnet Flutschäden von mehr als einer Million Euro. In der Kreisstadt war besonders die Kita Jahnplatz betroffen. Der Landkreis als Träger öffentlicher Infrastruktur hat Schäden in Höhe von rund 935 000 Euro zu verzeichnen: Besonders stark beschädigt wurde die Integrierte Gesamtschule Salmtal sowie die Brücke in Bruch.

Darüber hinaus entstanden durch die Überschwemmungen Schäden an Gewässern in Höhe von 4,5 Millionen Euro, deren Behebung in den Aufgabenbereich des Landkreises fällt. Für die Wiederherstellung der öffentlichen Infra­struktur sind die jeweiligen Träger zuständig. So zum Beispiel beim Feuerwehrgerätehaus Salmtal die VG Wittlich-Land als Trägerin des Brandschutzes und bei der IGS Salmtal der Landkreis als Schulträger. Da die Auftragslage bei Bauunternehmen allerdings schon vor der Unwetterkatastrophe sehr gut war und es zum Teil schwierig war, entsprechende Unternehmen zu akquirieren, könnte diese Situation durch die Vielzahl der jetzt entstandenen Schäden und die Notwendigkeit der auszuführenden Maßnahmen noch verschärft werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Kommunen zeitnah Unternehmen finden, die die Schäden beheben.