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Schafe gerissen: Wer kennt diese Hunde?

Schafe gerissen: Wer kennt diese Hunde?

Fünf Schafe sind mittlerweile den beiden Jagdhunden nach deren Attacke auf eine Herde in Horath zum Opfer gefallen. Von den ursprünglich 39 Muttertieren werden noch sieben vermisst. Die Polizei verfolgt eine heiße Spur auf der Suche nach dem Halter der Hunde, die laut Ermittlungsbehörde in einem verwahrlosten Zustand waren.

Horath/Bernkastel-Kues. Fünf Schafe sind seit der blutigen Attacke zweier Jagdhunde auf eine Herde in Horath mittlerweile verendet (der TV berichtete). "Eins der Schafe haben wir tot im Wald gefunden. Ein Zweites ist im Stall seinen Verletzungen erlegen. Dem hatten die Hunde die Ohren abgerissen", berichtet Elisabeth Steffes, Ehefrau des Besitzers, der die Suche nach den sieben noch vermissten Tieren aufgeben hat. Zudem seien 36 der 39 Muttertiere trächtig gewesen. Der Lamm-Nachwuchs wird im März erwartet. Die Besitzer bangen nun um die übrigen Tiere, da die Gefahr von Fehlgeburten aufgrund des Schocks bestehe, erklärte Steffes. Den entstandenen Schaden könne sie derzeit nicht einschätzen. Die Herde ist nun in einem Stall in Horath untergebracht.
Vor einer Woche hatten zwei Hunde die Weide der Schafsherde in der Nähe des Horather Sportplatzes gestürmt und einige Muttertiere angefallen, die bei dem Angriff schwer verletzt wurden. Zwei Tiere waren auf der Flucht vor den Hunden in einem nahe gelegenen Wald abgestürzt und hatten sich dabei schwer verletzt. Ein Jagdpächter erschoss mit Erlaubnis des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde Thalfang die Hunde. Die Vermutung, dass es sich bei den beiden Jagdhunden um Tiere handelt, die während einer Treibjagd bei Neumagen-Dhron am Wochenende zuvor ausgebüxt waren, kann Ulrich Schneider von der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues, der die Ermittlungen der PI Morbach unterstützt, nicht bestätigen. Dagegen spreche, dass die Hunde nicht mit einem Halsband, Hundemarke oder Chip bestückt waren. "Das waren verwahrloste und völlig abgemagerte Hunde, die nicht aus einem Jagdinstinkt, sondern aus Verzweiflung die Schafe gerissen haben", sagt Schneider. Das sei schon am schlechten Zustand des Fells erkennbar gewesen, das nicht auf einen gepflegten Jagdhund schließen lasse. Der Polizeibeamte verfolgt eine heiße Spur bei der Suche nach dem Besitzer der Hunde. Dieser müsse für den verursachten Schaden aufkommen, insofern er nicht versichert sei , teilte Hermann Paulus vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Thalfang mit.
Extra

Bei den beiden Hunden handelt es sich nicht um reinrassige Tiere, sondern um Mischlinge. Einer der Hunde ähnelte mit seinen braunen Läufen von der Fellfarbe einem Deutschen Schäferhund (rechtes Foto). Allerdings ist dies ein französischer Mischlings-Jagdhund, ein sogenannter Griffon. Der zweite Hund mit schwarz-weißem Fell ist ein Deutscher Drahthaar (linkes Foto). Hinweise zu den Hunden und deren Besitzern an die Polizeiinspektion in Morbach unter Telefon 06533/9374-0 oder in Bernkastel-Kues unter Telefon 06531/9527-0. zad