Scheinehe

Bereits Altbürgermeister E. Lieser übernahm Verantwortung für die Scheinehe zwischen dem Industriestandort Morbach und dem Tourismusort Morbach. Beide sind für die Lebensader der Gemeinde von großer Bedeutung.

Leider hat nun Bürgermeister Eibes feststellen müssen, dass die Übernachtungszahlen gegenüber 2005 um etwa 9000 abgenommen haben und sieht nun wie sein Tourismuschef K.-H. Erz großen Nachholbedarf, um wieder an die Traummarke von 80 000 Übernachtungen heranzukommen. Bei der Vielzahl neuer Ideen sollte auch an alltägliche Dinge gedacht werden, um dem Ziel etwas näher zu kommen, damit Morbach bald wieder ein reizvoller Urlaubsort wird. Also muss Herr Eibes ab sofort den Status ändern und dem Partner Touristik den Auftrag erteilen "Du bist Morbach" und dem Partner Industriestandort mehr auf die Finger schauen. Der Gast sollte saubere Straßen und Gehwege, besonders im Bereich der Industriebetriebe vorfinden. Auch die Waldwanderwege müssten nach Waldarbeiten wieder in einen ordentlichen Zustand gebracht werden. Welcher Gast verspürt schon Freude bei der Anreise wenn er von Rauchfahnen mehrerer Industrieunternehmen begrüßt wird. Das neue Logo am Morbacher Kreisel sollte doch den Gast begrüßen und nicht die Rauchfahnen. Und sollten die Gäste einmal dem Trimm-Dich-Pfad in Richtung Nixen-Weiher folgen oder in Richtung Bischofsdhron unterwegs sein, dann möchten sie den Gesang der Vögel hören und die Natur genießen. Stattdessen begleiten sie unüberhörbar die Sägen und Sortieranlagen der angrenzenden Industrie: von 5.30 Uhr in der Früh bis 22.30 Uhr in der Nacht. Da muss ein Hebel angesetzt werden. Ein Erfolg wäre möglich, denn Ruhe und Erholung führen bereits zu Wohlbefinden und wecken den Gedanken, den nächsten Urlaub wieder in Morbach zu verbringen! Günter Thömmes, Morbach

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