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Schirme sind Trumpf beim Sonntag in Wittlich

Schirme sind Trumpf beim Sonntag in Wittlich

Petrus ist den Wittlicher Autohändlern und Geschäftsleuten nicht gut gesonnen: Immer wiederkehrender Regen hat aber dennoch viele nicht von einem Besuch des verkaufsoffenen Sonntags und der Automobilausstellung auf dem Rommelsbachparkplatz abgehalten.

Beim Herbstmarkt schon ans Frühjahr denken: Dafür gibt es Blumenzwiebeln. Foto: Christoph Strouvelle

Am Samstag glänzt der Autolack noch im Sonnenschein, am Sonntag Punkt 12 Uhr Mittag ändert sich das Bild bei der gemeinsamen Ausstellung der Wittlicher Automobilhändler auf dem Rommelsbachparkplatz. Ein starker Regenschauer treibt Verkäufer unter die Dächer der aufgestellten Pavillons. Ein Teil der Besucher gesellt sich hinzu, doch der größere Anteil der Autointeressierten spannt die Regenschirme auf und verlässt die Schau, was den Ausstellern die Sorgenfalten auf die Stirne treibt. Schließlich haben sie im Vorfeld viel Arbeit investiert, um den potenziellen Kunden mehr als 200 Autos zeigen zu können.

"Wir hatten auf den Sonntag gesetzt", sagt Christian Metzen vom Autohaus Metzen. Dieser sei bei ihm bis zum Regen auch gut gewesen. Den Betrieb am Samstag bezeichnet er als "mittelmäßig."

Die Kunden die kommen, interessierten sich für SUVs, das sind höhere Autos, die an Geländewagen erinnern, sagen sowohl Metzen als auch David Foth vom Autohaus Heister. Auch Helmut Simon von der RWZ spricht von wenigen Kunden am Samstag, doch seien davon viele ernsthaft interessiert gewesen.

Sonntags sei eher der Ausflugs-tag, bei dem die Familien über den Markt schlendern. Im Mittelpunkt des Interesses steht der neue Renault Twingo, der an diesem Wochenende deutschlandweit vorgestellt wird.

Beim Autohaus Kuhlo zieht der Elektro-Golf die Blicke der Besucher auf sich. "Sie fragen nach Reichweite und Motorstärke", sagt Gerardo Strusi. Beim Autohaus Bohr, bei dem sich viele Neugierige um einem 240 PS starken Alfa Romeo 4C scharen, die von einem sonoren Motorbrummen angelockt werden, interessieren sich die meisten dann doch für einen Kleinwagen der Marke Fiat.

Die Hoffnung der Autohändler, Geschäftsleute und Standbetreiber auf dem Markt nach einem trockenen Nachmittag erfüllt sich dann nicht. Nach einem kurzen trockenen Abschnitt beginnt es gegen 14.30 Uhr wieder zu regnen. Bis dahin sind zahlreiche Besucher durch die Burg- und Neustraße zum Marktplatz hin gezogen, um sich an einem der 26 Marktstände mit Filzsachen, Herbstdekorationen oder Blumenzwiebeln einzudecken, an den Imbissständen zu essen oder sich in den Geschäften umzuschauen. "Die Parkplätze sind gut gefüllt, in der Stadt ist Bewegung", freut sich Karsten Matthar von Stadtmarketing Wittlich noch gegen 14 Uhr. Doch schon eine halbe Stunde später scheint festzustehen: Ohne Schirm ist dieser verkaufsoffene Sonntag nur schwer zu genießen.