Schlaglöcher ade

HEIDENBURG. In ruhiger Atmosphäre nahm der Ausbau einiger Ortsstraßen in Heiden-burg die letzte Hürde. Nach der Auftragsvergabe ist der Baube-ginn für Anfang 2007 geplant. Außerdem denkt der Ortsge-meinderat über eine Bodenre-form nach.

Der Heidenburger Gemeinderat entschied in der jüngsten Sitzung über die Vergabe des Ausbaus der Ortsstraßen Stallergarten, Schulstraße und Feilenswiesenstraße. Fünf Firmen legten Angebote vor. Die Firma Franz Lehnen aus Sehlem erhielt den Zuschlag. Die Gesamtkosten für Straßenausbau, Laternen und andere Nebenkos-ten betragen in etwa 320 000 Euro. Die Kosten fallen niedriger aus als ursprünglich erwartet, da die alte Teerdecke nicht als Sondermüll entsorgt werden muss. Für die Verbandsgemeinde Thalfang fallen zusätzlich noch Kanalbaukosten an. Der Anliegeranteil beträgt etwa 7,50 Euro je Quadratmeter Grund-stück. "Die Bürger haben es akzeptiert, aber niemand ist froh, wenn er Geld bezahlen muss", fasst Ortsbürgermeister Dietmar Jäger die Haltung der betroffenen Anwohner zusammen. Bei einer Anliegerversammlung Ende des Jahres werden die Bürger die Mög-lichkeit haben, bei Detailfragen wie der Position von Straßenlaternen nochmals mitzureden. Baubeginn wird dann im Dezember sein. Desweiteren beschloss der Gemeinderat, den Anwohnern der auszubauenden Straßen die Möglichkeit zu eröffnen, die Stromversorgung auf Erdverkabelung umzustellen, sollte dies gewünscht werden. Ein weiteres Thema bei der Gemeinderatssitzung war die Bodenordnung. Klaus Reitz vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel informierte den Gemeinderat über die Möglichkeiten einer Bodenreform: "Mittelfristig ist eine Zusammenlegung von Bewirtschaftungsflächen in Heiden-burg sinnvoll." Außerdem sei eine Reform gut für die Landschaftspflege. 90 Prozent der Kosten werde das Land übernehmen. Ursprünglich wollte Heidenburg das Thema Bodenreform erst 2008 wieder aufnehmen. Jetzt beschloss man aber, nach einer vorherigen Bürgerversammlung auf der nächsten Gemeinderatssitzung im November, sich erneut damit zu befassen, ob nicht eine frühere Bodenreform sinnvoll sei. Die Freie Wählergemeinschaft brachte erneut das Thema Winterdienst auf die Tagesordnung. Seit dem vergangenen Jahr gilt, dass nur die wichtigsten Ortsstraßen zur Schule, zum Kindergarten und zur Kirche geräumt und gestreut werden. Egon Andres von der FWG beantragte, dass alle Ortsstraßen vom Gemeindearbeiter geräumt werden sollten. Gestreut werden sollten jedoch nur die oben genannten wichtigsten Straßen, deren Räumung weiterhin Priorität haben sollte. Mit fünf gegen vier Stimmen bei drei Enthaltungen beschloss der Gemeinderat jedoch, die alte Regelung beizubehalten.

Mehr von Volksfreund