Meinung : Schluss mit dem Taktieren

Man hätte der neuen Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang einen besseren Start gewünscht. In der ersten Sitzung nach der Wahl, in der Vera Höfner vereidigt und in ihr Amt eingeführt wurde, wünschten Vertreter aller Fraktionen ihr  Glück und gutes Gelingen und sagten ihr – zumindest teilweise – auch Unterstützung zu.

Doch die  währte nicht lange. Bei der Wahl des ersten Beigeordneten war schon Schluss mit lustig. In zwei Wahlgängen konnte die CDU ihren Kandidaten nicht durchbringen. Eine Pattsituation ließ die anderen Fraktionen gar nicht erst versuchen, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Das sind keine guten Vorzeichen für die nächsten fünf Jahre. Vor der Bürgermeisterin, dem Rat und der ganzen Verbandsgemeinde liegen große Aufgaben: von der Kommunalreform, die gänzlich zum Stillstand gekommen ist, bis zur immens hohen Verschuldung der Kommune, der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung einer Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz. Da wäre es dringend nötig, dass alle Gruppierungen an einem Strang ziehen – und in die gleiche Richtung. Das wäre auch eine wichtige Botschaft zum Beispiel in Richtung Land, das ein erhebliches Wörtchen in Sachen Kommunalreform und Finanzausstattung mitzureden hat.Bis zur nächsten Verbandsgemeinderatssitzung sollten die Kommunalpolitiker sich besinnen, parteipolitische Überlegungen hintanstellen und sich im Schulterschluss üben. Dann ist man auch erfolgreich.
i.rosenschild@volksfreund.de