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Schluss nach 35 Jahren: Neue Pumpe für Thalfanger Kirche

Energie : Schluss nach 35 Jahren: Neue Pumpe für Thalfanger Kirche

Das Bistum Trier hat die älteste Heizungspumpe gesucht und sie in Thalfang gefunden. Jetzt wird sie ausgetauscht.

Sie hat 35 Jahre auf dem Buckel, doch jetzt sind ihre Tage gezählt. Die diözesane Klimainitiative „Energiebewusst“ hatte die Kirchengemeinden im Bistum Trier dazu aufgerufen, das Alter der Heizungspumpen in ihren Gebäuden zu benennen. Mit einer Heizungspumpe aus dem Jahre 1985 besitzt die Kirchengemeinde St. Matthäus in Thalfang die älteste Heizungspumpe im Bistum Trier. Stellvertretend für die Kirchengemeinde nahm Stefan Merten, er ist der Umweltbeauftragte der Kirchengemeinde, den Preis entgegen.

 Die Heizungspumpe wird jetzt – auf Kosten des Bistums – gegen ein aktuelles Modell ausgetauscht. Damit kann die Kirchengemeinde etwa 400 bis 700 kWh Strom und bis zu 0,2 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Insgesamt hatten sich 13 Kirchengemeinden an dem Aufruf beteiligt.

„Wir hatten mit noch mehr teilnehmenden Kirchengemeinden gerechnet, denn in vielen kirchlichen Liegenschaften gibt es alte bis sehr alte Heizungspumpen“, erklärte Charlotte Kleinwächter, die Klimaschutzmanagerin des Bistums. „Vermutlich hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Im Bereich der Heizungsoptimierungen liege ein großes Einsparpotenzial. „Mit der Aktion wollten wir ein Bewusstsein für die hier schlummernden Energieeinsparpotenziale schaffen.“ Durch die Kampagne sollte der Austausch veralteter Heizungspumpen beschleunigt werden. Meistens lohne sich die Modernisierung, zumal das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Austausch finanziell unterstützt.

 Rund drei Viertel der Gesamtemissionen des Bistums Trier werden durch das Beheizen der vielen Gebäude im Bistum verursacht. In den mehr als 3000 Immobilien des Bistums wurden 2019 rund 160 680 860 kWh für das Beheizen benötigt und dabei 44 881 Tonnen CO2 produziert. Das Bistum hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 rund 50 Prozent seiner CO2-Emissionen von 2010 zu reduzieren. Wichtiger Baustein: die Optimierung der Heizungssituationen.