Schnee im Hunsrück Wintereinbruch führt zu vielen Unfällen und umgestürzten Bäumen (Fotos)

Update · Im Hunsrück hat es am frühen Donnerstagmorgen geschneit. Wo man vorsichtig fahren sollte und warum uns ein Kälteschock bevorsteht.

18. April: Schnee im Hunsrück - Unfälle und umgestürzte Bäume
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18. April: Schnee im Hunsrück - Unfälle und umgestürzte Bäume

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Foto: TV/Florian Blaes

Da waren am frühen Donnerstagmorgen (18. April) sogar die Polizeikräfte aus Morbach und der LBM im Hunsrück überrascht. Von beiden Seiten hieß es: „Hiermit hat in der Tat niemand damit gerechnet.“

Tiefster Winter in den Hochlagen des Hunsrücks. Und auf vielen Strecken ging dann zeitweise nichts mehr. Entweder kam es zu Unfällen mit Blechschäden, LKW blieben auf Steigungen hängen oder umgestürzte Bäume blockierten die Straßen.

Am späten Mittwochabend zog eine kleine Front von Frankreich kommend mit Regen in Richtung Hunsrück. Dann drehte der Wind auf Ost und ab etwa 1 Uhr ging der Regen in Schnee über. Förmlich kreisend legte sich die Schneefront in einem Streifen von Hermeskeil bis Büchenbeuren und von Irmenach bis Börfink. Und dazwischen kamen ordentliche Mengen zusammen.

18. April: Schnee im Hunsrück - weiße WInterlandschaft
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18. April: Weiße Winterlandschaft im Hunsrück

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Foto: TV/Florian Blaes

Bis zu zehn Zentimeter Schnee

So konnte man beobachten, dass es auf folgenden Erhebungen winterlich weiß wurde: Teufelskopf (695 m) bei Waldweiler; Rösterkopf (706 m) bei Kell am See; Erbeskopf (816 m) bei Hilscheid und Idarkopf (746 m) bei Hochscheid. Vor allem rund um den Idarkopf sind bis an die zehn Zentimeter Neuschnee bis zum frühen Morgen gefallen.

Das sorgte vor allem zwischen Morbach und Büchenbeuren für viele Probleme. Auf der L159 zwischen Hinzerath (Landkreis Bernkastel-Wittlich) und Schauren (Landkreis Birkenfeld) kam der Verkehr komplett zum Erliegen. Hier stellten sich LKW quer und es kam zu mehreren Unfällen. Die Polizei sperrte die Strecke, bis sich die Wetterlage beruhigte. Es blieb bei Blechschäden.

Zwischen Krummenau und Rhaunen (Landkreis Birkenfeld) auf der L190 stürzten an mehreren Stellen zahlreiche Bäume unter der Schneelast zusammen. Das bemerkte ein Autofahrer gegen 5.30 Uhr zu spät und fuhr in einen umgestürzten Baum. Die Feuerwehr konnte den Mann unverletzt befreien. Daraufhin wurde die Strecke voll gesperrt. Der LBM hatte alle Hände voll zu tun, die Bäume von der Fahrbahn zu schneiden. Im Einsatz waren hier die Polizei Morbach und der LBM aus Morbach, Idar-Oberstein und Kirchberg.

Was des einen Leid ist, ist des anderen Freud. In den genannten Hochlagen kam so viel Schnee zusammen, dass es eine richtige Winterlandschaft geworden ist. Blumen, Wiesen und Wälder liegen eingepackt unter dem Schnee.

In der Region: So ist das Wetter am Donnerstag

In Idar-Oberstein selbst fällt laut Polizei aktuell kein Schnee. Laut der Polizei in Hermeskeil fallen aktuell (Stand: 8.45 Uhr) noch vereinzelt Schneeflocken, zu einer geschlossenen Schneedecke sei es dort allerdings nicht gekommen.

Das sind die Aussichten für den Donnerstag laut dem Wetterportal wetter.net:

  • Morbach: stark bewölkt bis bedeckt, zeitweise mäßiger Schneeregen, Tagestiefstwert: 0 Grad, Tageshöchstwert: 8 Grad
  • Hermeskeil: stark bewölkt bis bedeckt, zeitweise mäßiger Schneeregen, Tagestiefstwert: -1 Grad, Tageshöchstwert: 7 Grad
  • Daun: stark bewölkt bis bedeckt, zeitweise mäßiger Schneeregen, Tagestiefstwert: 1 Grad, Tageshöchstwert: 8 Grad
  • Prüm: viele Wolken, gelegentlich etwas Sonne, Tagestiefstwert: 1 Grad, Tageshöchstwert: 8 Grad
  • Wittlich: viele Wolken, gelegentlich etwas Sonne, Tagestiefstwert: 3 Grad, Tageshöchstwert: 11 Grad
  • Trier: stark bewölkt bis bedeckt, zeitweise mäßiger Regen, Tagestiefstwert: 3 Grad, Tageshöchstwert: 11 Grad

Kälteschock? Die Wetterprognose für die kommenden Tage

Auch in den nächsten Tagen wird es teilweise frostig. Eine Wetterkarte von www.daswetter.com zeigt für kommenden Sonntag -35 Grad über Deutschland an. Ein Kälteschock, wie Wetter-Experte Dominik Jung es beschreibt – allerdings nur, weil die das Wetter bisher außergewöhnlich mild war. „Die erste Monatshälfte war extrem zu warm, nun kommt eine deutlich kältere zweite Monatshälfte. Immer wieder gibt es Schauer, Graupelgewitter, in Lagen ab 500 Metern auch Schneeregen oder Schnee“, sagt Jung. Und hat eine düstere Prognose: „Der April hat Deutschland fest im Griff und das wohl bis Monatsende!“

So müsse in den kommenden Tagen landesweit mit Luft- und Bodenfrost gerechnet werde. „Immer wieder strömen in den nächsten 10 bis 14 Tagen die kalten Luftmassen nach Deutschland. Das ist eine festgefahrene Wetterlage“, so der Diplom-Meteorologe.

Das sind die Aussichten für die kommenden Tage:

  • Freitag: 7 bis 11 Grad, Aprilwetter, Regenschauer, etwas Sonnenschein, viel Wind
  • Samstag: 5 bis 12 Grad, durchwachsen, immer wieder Schauer
  • Sonntag: 7 bis 11 Grad, nach kalter Nacht Schauerwetter, etwas Sonnenschein
  • Montag: 4 bis 12 Grad, weiterhin recht frisch, Schauerwetter
  • Dienstag: 5 bis 9 Grad, etwas mehr Sonnenschein, aber recht kalt
  • Mittwoch: 7 bis 11 Grad, weiterhin viele Wolken und Schauer
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