Schnee macht Menschen zu schaffen

MORBACH/THALFANG. Der Winter kehrte über Nacht in den Hunsrück zurück. Während Polizei und Straßenmeistereien auf die heftigen Schneefälle in der Nacht und am Mittwochmorgen vorbereitet waren, erwischte es manchen LKW-Fahrer kalt.

Für Lastwagen war die Bundesstraße zwischen Morbach und Birkenfeld in der Nacht zum Mittwoch nicht mehr passierbar. Rund zehn bis 15 Lastwagen blieben nach Auskunft von Klaus Atz, dem Leiter der Polizei-Inspektion Birkenfeld, im Schneechaos stecken. "Sie mussten warten, bis der Räumdienst kam", schilderte er dem TV. Doch in der Regel seien die Brummi-Fahrer auf derartige Situationen vorbereitet und die Führerhäuser beheizt. Nach Angaben der Polizei fuhren die Streufahrzeuge bis 23 Uhr und dann wieder ab 4 Uhr morgens. Personenwagen hätten die Strecke allerdings die ganze Nacht passieren können. Quer stehende LKW in der Schalesbach

In Thalfang verfuhr man nach einer anderen Strategie. An den besonderen Gefahrenpunkten waren die Mitarbeiter des Räumdienstes nach Auskunft von Gerd Zonker, dem Chef der Straßenmeisterei, die ganze Nacht unterwegs. Das galt insbesondere für die Landesstraße 150 und die Hunsrückhöhenstraße. In der Schalesbach hätten dennoch Lastwagen quer gestanden. Das teilte die Morbacher Polizei auf Anfrage mit. Am Mittwochmorgen schneite es teilweise heftig weiter. Zu nennenswerten Behinderungen kam es trotz schneebedeckter Straßen nicht. Allerdings machten punktuell Schneeverwehungen vor allem auf der Hunsrückhöhenstraße bei Hochscheid und auf der B 269 zwischen Morbach und Birkenfeld den Autofahrern zu schaffen. Größere Unfälle registrierte die Morbacher Polizei nicht. Die heftigen Schneefälle forderten den Räumdiensten vieles ab. Der komplette Fuhrpark der Straßenmeisterei sei mit neun Fahrzeugen unterwegs gewesen, erläuterte Zonker. Allerdings sei seine 18 Mann starke Truppe durch Krankheiten geschwächt. Mit sechs Pflügen war gestern auch der Bauhof der Gemeinde Morbach im Einsatz. Der Winter fällt aus der Sicht der Straßenmeisterei heftiger aus als sonst üblich. Das schlägt sich auch beim Verbrauch von Streusalz nieder. Die Höchstmarke wurde im vergangenen Winter mit 2500 Tonnen erreicht. Zonker geht davon aus, dass diese Menge in diesem Jahr noch übertroffen wird. Für die vergangene Nacht waren noch Schneefälle gemeldet. Für seine Mitarbeiter hofft der Straßenmeisterei-Chef, dass die Niederschläge ausbleiben: "Dann können sie sich mal ausschlafen." Durch die Witterungsbedingungen behindert war auch die Müllabfuhr. Denn sie kann nach Angaben der Kreisverwaltung nur auf geräumten Straßen fahren. Sind die Straßen nicht geräumt, sollten die Anwohner ihre Tonne an die nächste von Sammelfahrzeugen befahrbare Straße bringen. Wenn die Straßen in den nächsten Tagen wieder befahrbar sein sollten, wird die Sammlung bis Samstag nachgeholt, sagte Pressesprecherin Ute Erz.

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