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Schnell sanieren statt lange warten

Schnell sanieren statt lange warten

HEIDENBURG. (iro) Im September feiern die 180 Mitglieder des Sportvereins Heidenburg 60-jähriges Bestehen. Es ist gut möglich, dass zu dem Zeitpunkt der lang ersehnte Rasenplatz bereits fertig ist. Innenminister Karl Peter Bruch stellte bei seinem Besuch am Montagnachmittag eine baldige Förderung in Aussicht.

Die Zeiten, als Minister während des Wahlkampfs übers Land fuhren, um großzügig Zuschüsse zu verteilen, sind wohl vorbei. Dennoch hofften die Männer und Frauen des Heidenburger Sportvereins, dass Karl Peter Bruch nicht mit leeren Händen in das Dorf zwischen Hunsrück und Mosel kommen würde. Es gebe kaum einen Ort, den er so häufig besucht habe wie Heidenburg, sagte Bruch nach der Begrüßung von Ortsbürgermeister Dietmar Jäger und dem Noch-Landtagsabgeordneten Günter Rösch (SPD). Bettina Brück, die im März dessen Nachfolge antreten will, hatte Rösch gleich mitgebracht. Bruch kennt die Probleme der Spielstätte des SV Heidenburg. Der Platz hat "fast drei Meter Gefälle". Doch das ist nicht das einzige Manko. Der Tennenplatz "entspricht laut Jäger "heute in keinster Weise den weit reichenden Anforderungen". "Die weitgehend intakte Soziokultur des Ortes" - immerhin wurde Heidenburg vor Jahren als kinder- und jugendfreundliche Gemeinde ausgezeichnet - erfordert nach Ansicht des Bürgermeisters eine multifunktional nutzbare und zeitgemäße Sport- und Freizeitanlage. "Über eine solche Einrichtung verfügen wir nicht", sagte er weiter. Und über den "Goldenen Plan", die übliche Sportstättenförderung, seien mehrere Jahre Wartezeit gewiss. Dass es erheblich schneller gehen kann, stellte der Minister den Anwesenden - darunter auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo - in Aussicht. Die Mittel für Sportstättenförderung seien "völlig überzeichnet". Deshalb wolle er sie durch Änderung der Prioritäten auf neue Grundlagen stellen. Das gelte nur für Anlagen, die auch der Freizeitgestaltung dienen. Heidenburg soll als Modellprojekt fungieren. Die generelle Umstrukturierung müsse noch vom Ministerpräsidenten abgesegnet werden. Bruch rechnet aber mit einer endgültigen Entscheidung bis Februar. Hoch erfreut versprach der Vorsitzende des Sportvereins, Erich Scheit, dem Mainzer Minister eine Einladung zur Einweihung des neuen Platzes aus. Anders als die Hobby-Fußballer Jäger und Dellwo will Bruch allerdings nicht mitkicken. er kündigte an: "Ich komme als Eckfahne."