Schnelle Autos, lahme Enten und Shoppinglaune

Wittlich : Schnelle Autos, lahme Enten und Shoppinglaune

In Wittlich wurde am Wochenende einiges geboten: Die Wittlicher Automobilausstellung zeigte Neuheiten, französischer und Genussmarkt boten Spezialitäten und am verkaufsoffenen Sonntag konnte man nach Lust und Laune bummeln und einkaufen.

Die Stadt war voll: Familien mit Kindern, Paare für sich und auch viele ältere Menschen waren in der Säubrennerstadt unterwegs, in der sich die Händler und der Verein Stadtmarketing viele Attraktionen und Akionen fürs Wochenende überlegt hatten.

Automobilausstellung Zum einen war die Wittlicher Automobilausstellung mit  18 Händlern, die 200 Fahrzeuge präsentierten,  vor Ort. In Ruhe konnten die Besucher sich die Autos anschauen und hatten einen direkten Vergleich der einzelnen Marken auf einem Platz. Einige waren im Gespräch mit den Vertretern der Autohäuser, andere saßen Probe, strichen über den Lack oder schauten sich die Daten der Fahrzeuge genauer an. Andreas Ballmann vom Autohaus Kuhlo sagt: „Wir haben schon viele gute Gespräche geführt, hier wird Interesse geweckt und viele Menschen kommen, um sich zu informieren. Gerade das Thema Antriebe wie Elektro oder Hybrid ist für viele interessant. Junge Leute sprechen oft das Thema Multimedia in den Fahrzeugen an.“

Ähnlich sieht es Jürgen Huberty vom Autohaus Bohr: „Die Käufer sind momentan sehr verunsichert, welche Antriebsart für die Zukunft die beste ist, da gibt es viel Gesprächs- und Informationsbedarf, weil sich die Branche im Umbruch befindet.“ Tobias Rohr und Jenny Schmidt, die sich auf der Automesse umsehen, sind sehr zufrieden mit der Ausstellung: „Wir bekommen hier alles erklärt, was uns interessiert und werden sehr gut beraten.“

Entenrennen Das Entenrennen gleich nebenan auf der Lieser lahmte etwas, denn die Enten kamen nicht so richtig in Schwung. Knapp 1000 Enten und eine rosa Schweinchenente waren auf der Lieser unterwegs. Die geringe Strömung der Lieser führte jedoch dazu, dass sie bloß recht gemächlich schwammen, einige wurden von Steinen am Rand gestoppt und andere „verschwammen“ sich in einem kleinen Seitenkanal. So kamen viele Enten nicht nach den geplanten 45 Minuten, sondern fast nach der doppelten Zeit im Ziel an. Die Stimmung am Lieserufer und am Pariser Platz war dennoch ausgelassen. Die Zeit konnte man sich mit einem Eis, Crépes, einem Glas Sekt oder Sprudel sowie netten Gesprächen angenehm vertreiben.

Die erste Ente im Zieleinlauf wurde auf ihren letzten Metern fleißig angefeuert, bevor sie die Zielleine unterschwamm. Das Hauptfeld folgte mit Verzögerung – da waren einige Besucher auch schon weg. Der Erlös des Entenrennens ging an die Jugendfeuerwehr, das Blasorchester und den Kinderschutzbund. Die Enten wurden in diesem Jahr zum ersten Mal gesponsert, von der Firma Streif. Sie können im nächsten Jahr wieder auf der Lieser um die Wette schwimmen.

Einige Kinder halfen den Enten wieder auf die richtige Bahn. Es schwamm sogar eine rosa Schweineente mit. Foto: Christina Bents

Markt Am angrenzenden französischen Markt gab es ein breites Angebot von Spezialitäten aus dem Nachbarland. Käse, Wurst, Salami, Brot, Nougat mit Himbeeren oder Karamell, Oliven, Wein und Flammkuchen konnten probiert und gekauft werden. Dazu sprachen viele der Händler in ihrer Heimatsprache, und französische Musik sorgte für eine entspannte Atmosphäre unter den Bäumen des Platzes, die vielleicht schon Urlaubsentspannung hervorrief. Auf dem Marktplatz konnte man sich beim Genussmarkt weiter verwöhnen. Wildprodukte, verschiedene Essige und einiges mehr wurden hier angeboten. Am Sonntagnachmittag öffneten die Geschäfte der Innenstadt ihre Türen und bei herrlichem Spätsommerwetter wurde die aktuelle Herbstmode gezeigt. Ein Infostand der Initiative „Unser Freibad soll bleiben“ war am Pariser Platz zu sehen. Ein Flohmarkt zugunsten eines Kinderheims in Bolivien, des Vereins Panuves, fand im St. Markushaus statt.

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