Schnelle Lösungen sind nicht in Sicht

Schnelle Lösungen sind nicht in Sicht

Die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach und Zell waren gemeinsam Teilnehmer an einem Zukunftsprojekt des Landes. Innenminister Roger Lewentz stellte den Abschlussbericht vor. Er spricht von komplexen Herausforderungen.

Traben-Trarbach. Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat den Abschlussbericht der Zukunftsinitiative "Starke Kommunen - Starkes Land" vorgelegt. Eine der Besonderheiten: Teilnehmer waren nicht einzelne Kommunen sondern mindestens zwei. Es ging also um interkommunale Kooperationen, die unter der Beteiligung der Bürger entwickelt wurden.
Einen der sechs Modellräume bildeten die Verbandsgemeinden Traben-Trarbach und Zell. Damit gestaltete sich das Projekt sogar kreisübergreifend. Vor dem Zusammenschluss mit Traben-Trarbach gehörte auch noch die VG Kröv-Bausendorf dazu. Vorrangig beschäftigten sich die beiden Moselkommunen mit der Zukunft der Gesundheit und der Pflege im ländlichen Raum.
"Wir sehen uns 2016 mit anderen Entwicklungen konfrontiert als noch vor 20 Jahren", sagt Innenminister Roger Lewentz. Als Beispiel nennt er die Energiewende und den demografischen Wandel.
Lewentz spricht von "komplexen Herausforderungen, die meist weder einfach noch kurzfristig zu lösen sind". Es gehe nicht um schnelle Lösungen sondern Nachhaltigkeit. Das Land werde die Kommunen bei ihrem Weg unterstützen.
In Zusammenarbeit zwischen Traben-Trarbach und Zell ist unter anderem eine Ehrenamtsbörse eingerichtet worden (der TV berichtete). Angelaufen sind auch die Planungen für alternative Wohnformen in fünf Orten. Es gibt auch Ideen für ein lokales Gesundheitszentrum, unter dessen Dach mehrere medizinische Leistungen angeboten werden sollen. Für die VG Traben-Trarbach wurden auch die gewerblichen Leerstände ermittelt (der TV berichtete).
"Wir hatten mit das schwerste Thema, aber nicht überall die Zuständigkeit", sagte Marcus Heintel, Bürgermeister der VG Traben-Trarbach, Mitte Juni bei der lokalen Abschlussveranstaltung in Kröv. Karl-Heinz Simon, Bürgermeister der VG Zell, gab an diesem Abend ein Versprechen ab. "Die Themen und Aufgaben bleiben. Die Ideen verschwinden nicht in den Schubladen." cb

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