Schnelle Rebblüte freut die Winzer

Schnelle Rebblüte freut die Winzer

In den vergangenen zehn Tagen, bis Anfang dieser Woche, haben die Reben geblüht. In den guten Lagen ist die Blüte schon seit einer Woche "durch". Der Blütezeitpunkt liegt im langjährigen Mittel.

Bernkastel-Kues. (sim) Der kühle und nasse Mai ließ zunächst für das Vegetationsjahr der Weinreben nicht viel Gutes erwarten: Doch die sehr warme, trockene und sonnige Witterung ab der zweiten Junihälfte hat den Winzern doch noch eine sehr zügige und problemlose Rebblüte beschert. Das heißt: Der Vegetationsrückstand hat sich verringert, und aus fast jeder Blüte hat sich eine Traubenbeere entwickelt. Gute Voraussetzungen also für eine gute Ernte.

Ist es nämlich während der Blüte nass und kühl, kann es zu "Verrieselungsschäden" kommen — viele Blüten werden nicht befruchtet, und es entwickeln sich entsprechend weniger Früchte. Nach Auskunft des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Mosel liegt der aktuelle Vegetationsstand der Reben im langjährigen Durchschnitt, allerdings noch etwa zehn Tage hinter dem des hervorragenden Weinjahres 2009.

In den guten Lagen war der Riesling bereits Anfang vergangener Woche verblüht, Anfang dieser Woche folgten die weniger sonnenbegünstigten Lagen.

Jetzt beginnt bis zum Herbst für die Winzer ein spannende Zeit. Ein Regen zur rechten Zeit begünstigt weiter das Rebenwachstum, allerdings kann ein Hagelunwetter innerhalb weniger Minuten ganze Weinberge vernichten.