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Schönberg will zahlreiche Projekte stemmen.

Kommunalpolitik : Eine kaputte Brücke und ein Neubaugebiet

Der Ortsgemeinderat Schönberg spricht über die in diesem Jahr anstehenden Aufgaben. Doch zunächst müssen Schulden abgebaut werden.

Auch in einer 250 Einwohner zählenden Gemeinde kann viel anliegen. Wie beispielsweise in Schönberg in der Verbandsgemeinde Thalfang. Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den anliegenden Aufgaben und Vorhaben für 2022 beschäftigt. Der dickste Brocken ist die Demontage einer Brücke, die über die kleine Dhron führt und die marode ist. „Nur der Abriss kostet 10.000 Euro“, sagt Ortsbürgermeister Harald Prümm. Was allerdings schwer zu schätzen sei, da erst nach dem Abriss geprüft werden könne, ob die Lager wieder verwendet werden können. Doch ob es Ersatz geben wird für die marode Brücke, die zur Hälfte je der Ortsgemeinde und Landesforsten gehört, ist eher ungewiss. Denn: „100.000 Euro kann ich mir vorstellen“, sagt Prümm zu den Kosten für den Wiederaufbau der Brücke, die weniger von Schönbergern, sondern eher von Bürgern aus Neunkirchen und Beuren genutzt werde. Eine Summe, die sich die Ortsgemeinde nicht leisten könne.

Ein zweites Projekt ist die Erschließung eines neuen Baugebiets. Zwar sind in dem derzeitigen Neubaugebiet von den 16 Baugrundstücken noch fünf frei. Doch habe es 2021 einige Verkäufe gegeben, und bis ein neues Baugebiet erschlossen und alle notwendigen Verfahren durch sind, müsse man zwei bis drei Jahre rechnen, sagt Prümm. „Für die Entwicklung unserer Gemeinde ist es unerlässlich, dass wir Bauplätze bereit halten“, sagt der Ortsbürgermeister bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats. Allerdings koste die Erschließung Geld, „das wir nicht haben“, so Prümm. Erst müssten die Schulden abgebaut werden, bevor man neu investieren könne. Die Höhe der Schulden liege bei 550.000 Euro bei den Investitionskrediten und bei 80.000 Euro bei den Liquiditätskrediten, sagt er. Der Rat beschließt einstimmig in einem Grundsatzbeschluss, ein Neubaugebiet zu erschließen.

Weitere Vorhaben in Schönberg für dieses Jahr: Es gilt, die Bäume auf dem Friedhof, auf dem Spielplatz und an der Bushaltestelle auf ihre Standfestigkeit zu kontrollieren. „Bevor was passiert“, sagt Ortsbürgermeister Harald Prümm. Was alleine 6000 Euro kosten wird. Auf jeden Fall muss am Friedhof ein Baum entfernt werden, was mit 2000 Euro zu Buche schlägt, zusätzlich den Kosten für einen neuen Baum für 300 Euro. Eine Stele für das Urnenrasenfeld auf dem Friedhof veranschlagt Prümm mit 5000 Euro, und eine Treppe, die auf dem Spielplatz erneuert werden muss, kostet rund 1000 Euro. Insgesamt sei der Spielplatz in einem ordentlichen Zustand, sagt Prümm.