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Schöne Aussichten auf Meerfeld und die Eifel

Schöne Aussichten auf Meerfeld und die Eifel

Den Wanderern auf dem Eifelsteig und seinen Partnerwegen in der Vulkaneifel werden künftig weitere Höhepunkte geboten: zwei sogenannte Eifelblicke in Meerfeld und Üdersdorf. Der Bau kann aus EU- und Landesmitteln gefördert werden. Die Meerfelder werden sich aber mit viel Eigenleistung beteiligen, sagt Ortsbürgermeister Karl Weiler.

Meerfeld. "Achtung!" steht in roten Lettern auf dem Schild am Meerfelder Aussichtsturm. Damit kein Wanderer hinaufsteigt und sich dabei verletzt, hat die Gemeinde die unteren Sprossen der Leiter herausgenommen. Denn der Turm am Landesblick in mehr als 500 Metern Höhe ist mittlerweile über 30 Jahre alt - und wird nach der aktuellen Planung noch in diesem Jahr seinem Nachfolger weichen.
An dieser Stelle können Besucher künftig auf einer sieben Meter hohen Aussichtsplattform den Blick über das Meerfelder Maar und bei schönem Wetter sogar bis zur Hohen Acht und dem Erbeskopf schweifen lassen: In Meerfeld entsteht ebenso wie in Üdersdorf - und des Wiedererkennungswerts sowie der Kosten wegen baugleich - ein sogenannter Eifelblick. Die Plattformen heißen so, weil diese Punkte an Partnerwegen des Eifelsteigs liegen. Der Turm mit quadratischem Grundriss von knapp sieben mal sieben Metern wird innen mit einem Treppenaufgang versehen. Das Holz für die Plattform, heimische Douglasie, werde bald geschlagen und getrocknet, erklärt der Meerfelder Ortsbürgermeister Karl Weiler. "In der zweiten Jahreshälfte soll der Turm fertig werden." Die Kosten für den Bau belaufen sich auf etwa 95 000 Euro. 45 000 Euro davon sind nach Auskunft von Weiler zu 70 Prozent aus EU- und Landesmitteln förderfähig. Die Gemeinde Meerfeld muss also noch etwa 63 500 Euro schultern.
"Vieles werden wir in Eigenleistung stemmen", sagt der Ortschef. Andreas Schüller von der Natur- und Geopark GmbH betrachtet die Aussichtspunkte als "besondere Bonbons für Wanderer, die es so weit nach oben geschafft haben."
Neue Basaltschicht für Radweg


Gearbeitet wird auch am etwa 600 Meter langen Stück des Kosmosradwegs zwischen dem Heiligenhäuschen und der Kläranlage. Dort soll eine Schicht feiner Basalt aufgebracht werden, da der jetzige Belag zu grobkörnig und daher schlechter befahrbar sei. Weiler schätzt die Kosten für diese Arbeiten auf 5000 bis 10 000 Euro. Außerdem schreiten die Planungen zum Umbau des alten Gerden-Hauses voran. Dort soll unter anderem ein Treff für junge und alte Menschen im Ort entstehen sowie ein Dorfladen und möglicherweise auch eine Anlaufstelle für Touristen. Die Gemeinde plant einen Informationstermin für die Bevölkerung, um sie in das Vorhaben einzubinden. uq