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Schöne Tradition zum Leben erweckt

Schöne Tradition zum Leben erweckt

Der ganze Ort war auf den Beinen, als der Männergesangsverein 1863 Hottenbach zum Festumzug aufrief. Auch die befreundeten Vereine nahmen an dem Umzug teil und zogen durch den Ort.

Hottenbach. Für das zweite Jubiläumskonzert zum 150-jährigen Bestehen des MGV 1863 Hottenbach hatten sich die Veranstalter etwas Besonderes ausgedacht. Die Chorgruppen des gastgebenden Vereins zogen mit ihren Gästen in einem großen Festumzug durch den geschmückten Ort. Angeführt vom Musikverein Niederwörresbach, der mit seiner Marschmusik das Schritttempo vorgab, setzte sich der Zug pünktlich um 18 Uhr in Bewegung. Wunderschön anzusehen waren die in Weiß gekleideten Mitglieder des Kinder- und Jugendchores. Mit prachtvollen Blumenbogen marschierten die Großen mit, und die Kleinen winkten mit ihren farblich dazu abgestimmten Blumensträußen den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand zu. Die Knappen aus Bundenbach waren in ihrer traditionellen Uniform ein echter Hingucker. "Dat loo es jo wie friher zu meiner Jugendzeit", war aus den Reihen der älteren Besucher häufiger zu hören. Mit diesem Festumzug ist es den Hottenbachern gelungen, eine alte Tradition wieder neu zu beleben, freuten sich die Zuschauer. Zum zweiten Jubiläumskonzert ging es dann in die Hottenbacher Kirche, wo die Vorsitzende des MGV, Andrea Röper, die Gäste begrüßte und durch das Programm führte. Pfarrer Erik Zimmermann gab in seinem Grußwort einen kurzen Einblick in die Vereinsgeschichte. In der voll besetzten Kirche präsentierten sich die einheimischen Frauenchöre Einklang und Intermezzo unter der bewährten Leitung von Kerstin Adam von ihrer besten Seite. Beide Chöre wurden am Piano von Marie Schilp und am Schlagwerk von Tom Schilp begleitet. Zum besonderen Ohrenschmaus wurden die Liedbeiträge des Gastchores Sängervereinigung 1878/1931 aus Langenlonsheim. Der Männerchor von der Nahe unter der Leitung von Nina Herrmann überwältigte mit Liedern wie "Im Weinkeller", "Mala Moja" und "Der Hammerschmied" die Zuhörer. Als Solist glänzte Horst Müller mit seinen Wolgaträumen. Sein Vater war Hottenbacher.Durch die Erkrankung des Dirigenten war es dem Knappenchor Bundenbach leider nicht möglich, als Sängerschar am Konzert teilzunehmen. Im Anschluss an das eineinhalbstündige Konzert lud Andrea Röper alle zum gemütlichen Beisammensein bei Wein und schmackhaften Häppchen zum Weinfest auf dem Dorfplatz ein. red