Schöner wohnen in der Wittlicher Innenstadt

Schöner wohnen in der Wittlicher Innenstadt

Innenentwicklung vor Außenentwicklung: ein Motto, das auch für Wittlich gilt. An vielen Stellen wird es mit neuen Häusern und modernisierten Wohnungen schon umgesetzt. Weitere Projekte sind im Bau oder in der Planung.

Wittlich. "Wohnen findet Innen Stadt" mit diesem Slogan warb die Firma Faco seinerzeit für die Appartments im Fürstenhof in der Wittlicher Oberstadt. 41 Wohnungen sind dort gebaut und verkauft worden.
Genauso viele Wohnungen könnten bald auf dem Parkplatz in der Karrstraße entstehen. Dort möchte die Firma GBT investieren. Ob es dazu kommt, ist aber noch ungewiss. "Die Überlegung ist noch nicht vom Tisch, aber auch nicht aktuell", sagt Ulrich Jacoby, Pressesprecher der Stadtverwaltung Wittlich, zu dem Projekt.
Ganz konkret geht es dagegen weiter zwischen Neustraße/Burgstraße. "Altstadt, die Neue" heißt es in dem Bereich, der beide Straßen mit einer Passage verbinden soll. In der Burgstraße werden sechs Wohnungen bald fertig sein. In der Neustraße 6 bis 12 wird nach dem Wechsel des Investors der Bau von zwölf Wohnungen (der TV berichtete) fortgesetzt. Modernisiert und nach Abbruch neu gebaut sind acht Wohneinheiten in der Neustraße 14 bis 16.
Mehr Mieter in die City


Auf dem Kalkturm wird nach Abriss der alten Gebäude des Stahlhandels Heinrich Lütticken gebaut. Das 2,3 Hektar große Gelände bietet 26 Grundstücke, davon 24 für Einfamilien- und Doppelhäuser und zwei für Mehrfamilienhäuser.
Im Bereich der früheren Kohlenhandlung Petri zwischen Feldstraße und Lieser ist das "Lieser-Domizil" mit insgesamt 20 Wohneinheiten geplant. Der Bauantrag für die barrierefreien Appartements wird derzeit vorbereitet. Ab nächstem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen.
Auch an der Ecke Kirchstraße/Pariser Platz ist ein Abriss und der Bau von neuen Wohnungen vorgesehen. Nähere Auskünfte wollen aber derzeit weder Stadtverwaltung noch Investor geben.
Während an vielen Stellen gebaut wird, stehen gleichzeitig viele Wohnungen leer. Im 8,7 Hektar großen Untersuchungsgebiet für das Innenstadtkonzept stehen nach Aussage von Jacoby, 60 Wohnungen derzeit leer. Das sind 13 Prozent des vorhandenen Bestands in dem Areal, das sich von der Lieser bis zum Fürstenhof und von der Himmeroder Straße bis zur Südtangente erstreckt.
Neubauten hält Jacoby trotz der vielen Leerstände für sinnvoll. "Die alten Wohnungen sind nicht mehr marktfähig", sagt der Pressesprecher. Nur moderne Häuser könnten in der Stadt vermietet werden. Das Ziel müsse es sein, möglichst viel Wohnraum zu vermieten, denn das trage zur Belebung der Innenstadt bei.
Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes können Modernisierungs- und Abbrucharbeiten im Innenstadtbereich von der Stadt gefördert werden. Laut Jacoby wurden bisher 22 Anträge gestellt. Zwei davon mussten abgelehnt werden, zwei wurden zurückgezogen. Außerdem gab es fünf Anträge zur Förderung von Häuserabrissen. Bisher wurde noch keine Modernisierung bewilligt. Das kann erst geschehen, wenn das Stadtentwicklungskonzept formell beschlossen ist. Das soll nach den Sommerferien im Stadtrat passieren.