Schüler der Realschule plus in Traben-Trarbach erarbeiten sich  Strategien, um eine Lehrstelle zu bekommen.

Workshop in Traben-Trarbach : Sinnvolle Entscheidungen auf dem Weg zum Ausbildungsplatz

31 Schüler der Realschule plus in Traben-Trarbach erarbeiten sich  in einem Workshop Strategien, um eine Lehrstelle zu bekommen.

  Wie soll man darauf reagieren, wenn Auszubildende immer häufiger ihre Ausbildung abbrechen, immer mehr Jugendliche die Schule ohne Hoffnung auf einen geeigneten Ausbildungsplatz abschließen und die Betriebe zugleich darüber klagen, dass sie keine passenden Bewerber finden? In Traben-Trarbach haben sich 13 Frauen und Männer zusammengeschlossen, um diesem Negativ-Trend entgegenzusteuern. Für 31 Realschule-plus-Schüler  der achten Klassen ging es deshalb  zum Entscheidungsfindungsworkshop ins Heinrich-Held-Haus. Im Rahmen der Taff-Kampagne (Abkürzung für: Talente flexibel fördern) hat die Aktion Arbeit im Bistum Trier die Veranstaltung unterstützt.

„Den  Schülern fällt es zunehmend schwer, Entscheidungen zu treffen“, berichtet Schulsozialarbeiter Johannes Treitz. Das führe unter Umständen dazu, dass sie keinen geeigneten Ausbildungsplatz finden. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern entwickelte er deshalb das Konzept für den Workshop. „In neun Stationen geben wir den Jugendlichen Strategien an die Hand, die ihnen helfen herauszufinden, was sie wirklich wollen, welche Stärken sie haben und an wen sie sich wenden können“, erklärt Projektkoordinatorin Silke Heiseler vom Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück.

Einige der Jugendlichen haben schon sehr genaue Pläne für die Zukunft. Joelle ist 13 Jahre alt und möchte Polizistin werden. „Mein bester Berater ist dabei mein Vater. Er unterstützt mich sehr darin und kann mir gute Tipps geben!“

Armin Surkus-Anzenhofer, Pastoralreferent im Dekanat Wittlich, sagt: „Wir haben erkannt, dass es in einem bestimmten Sozialraum Unterstützungsbedarf gibt.“ Daraufhin haben sich verschiedene Akteure aus diesem Sozialraum zusammengeschlossen und arbeiten Hand in Hand. Schule, Verbandsgemeinde, Kirche und mobile Jugendarbeit ziehen an einem Strang.“ Zum Teil mussten sich die jungen Menschen schon früh existenziell entscheidenden Fragen stellen, berichtet der Pastoralreferent. „Bleibe ich bei Vater und Mutter oder möchte ich in einem Heim leben?“ Entscheidungen wie diese seien hart. „Hier machen wir ihnen Mut und erklären ihnen, dass sie mit demselben Rüstzeug, mit dem sie diese schwierigen Entscheidungen getroffen haben, auch die weiteren Herausforderungen meistern können.“ Der Workshop ist ein weiterer Baustein im Ausbildungspatenprojekt, das das Dekanat Wittlich und der Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück organisieren.  Die Kampagne Taff von der Aktion Arbeit im Bistum Trier fördert ein Jahr lang sechs  Projekte.

Weitere Infos  gibt es auf www.aktion-arbeit.de. Alle Spenden, die bis zum 1. August 2020 eingehen, werden von Bischof Dr. Stephan Ackermann aus den Mitteln des Bischöflichen Stuhls verdoppelt. Spendenkonto: Pax Bank Trier, IBAN: DE52585602943001399011, BIC: GENODED1PAX, Stichwort: „Aktion Arbeit“.

(red)