Schüler können einpacken

Zieht die Realschule Wittlich komplett nach Wengerohr oder nur Teile der beiden Gymnasien? Eine Antwort auf diese Fragen wird es erst frühestens am Donnerstagabend geben. Nahezu sicher ist, dass zumindest Teile von Schulen umziehen.

Wittlich. "Es gibt bisher keine Beschlussempfehlung." Das ist alles, was Kreis-Pressesprecher Alfons Kuhnen derzeit zur Diskussion über Schulstandorte in Wittlich sagen kann. Was es jedoch seit Mittwoch gibt, ist eine Beschlussvorlage, in der drin steht, dass alles steht und fällt mit dem Besuch von Josef Peter Mertes. Der ist Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) und besucht am heutigen Donnerstag Wittlicher Schulen. Und nach seinem Besuch wird wohl feststehen, wie es weitergeht. Fakt ist, dass der Raumnot vor allem von Cusanus-Gymnasium (CGW) und Peter-Wust-Gymnasium (PWG) begegnet werden kann. Am CGW fehlen laut Kreisverwaltung 13 Räume, am PWG 16 Räume.

Vier Varianten sind es, über die gesprochen wird. Am unwahrscheinlichsten ist es wohl, dass alle bisher geplanten Anbauten verwirklicht werden und das ab Herbst leer stehende Gebäude der Dualen Oberschule (Dos) in Wengerohr anders genutzt wird. Kostenpunkt für diese Lösung: elf Millionen Euro.

Die günstigste Variante zur Beseitigung der Raumnot ist auch diejenige mit dem größten Umzugsbedarf: Dabei würde die Kurfürst-Balduin-Realschule komplett nach Wengerohr umziehen. Und zwar in das Dos-Gebäude und das der Liesertalschule. Die Liesertalschule würde im Gegenzug in das PWG-Nebengebäude ziehen. Die Gymnasiasten des PWG ziehen dann entweder mit den Klassenstufen sieben bis 13 oder fünf und sechs in das Gebäude der heutigen Realschule. Aus dem heutigen PWG-Hauptgebäude soll in dem einen Fall ein Orientierungsstufenzentrum oder im anderen Fall ein Oberstufenzentrum für beide Gymnasien werden. Die Kosten für diese Lösung liegen bei 2,5 Millionen Euro. 4,2 Millionen Euro würde es kosten, wenn in Wengerohr ein Oberstufenzentrum (Klassenstufen elf bis 13) für die beiden Gymnasien einzieht. Ein Orientierungsstufenzentrum (Klassen fünf bis sieben) beider Wittlicher Gymnasien im Stadtteil würde laut Sitzungsunterlagen rund 2,9 Millionen Euro kosten. Laut Vorlage für den Kreistag sind in den Kosten der einzelnen Varianten keine Summen für Sanierung und Umzüge eingerechnet.

Wie soll das Raumproblem der Wittlicher Schulen gelöst werden? Welche Schule soll wohin umziehen? Schreiben Sie uns.

EXTRA Anträge für den Kreistag: Die Schulen in Wittlich sollen als Einheit erhalten bleiben. Das fordert CDU-Kreistagsmitglied Margit Bastgen in einem Antrag für die Kreistagssitzung am Montag. Damit wären Teilverlegungen innerhalb des Stadtgebiets unmöglich gemacht. Zudem möchte sie, dass der im Kreistag zur Abstimmung stehende Schulentwicklungsplan unter anderem um die aktuellen Schülerzahlen ergänzt wird. Sie fordert zudem, dass der wirtschaftliche Einstieg des Landkreises Bernkastel-Wittlich bei Integrierten Gesamtschulen und Realschulen plus nicht zulasten erfolgreich arbeitender Schulgemeinschaft gehen darf. (har)

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