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Schüler und Jugendliche wirken an Freiluftschauspiel in Verdun mit

Schüler und Jugendliche wirken an Freiluftschauspiel in Verdun mit

Die Reihe zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, die das Kulturamt der Stadt Wittlich initiiert hat, geht zu Ende. Die jüngste Veranstaltung dokumentierte eine langjährige Aktion der Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland.

Wittlich. Schüler der Clara-Viebig-Realschule plus haben von 1999 bis 2010 jedes Jahr an dem Programm "La connaissance de la Meuse" in Verdun teilgenommen. Dort stellen alljährlich Hunderte von Laienschauspielern die Grauen des Ersten Weltkrieges nach, und zwar die Schlacht bei Verdun.
Unter der Leitung der Pädagogin Helma Thelen-Oberbillig waren Kinder und Jugendliche nach Verdun gefahren, um als Bauern, Soldaten, Landmädchen oder Städterin Statistenrollen in dem zweitgrößten Freiluftschauspiel Frankreichs zu übernehmen. Unter den rund 100 Besuchern befanden sich viele junge Erwachsene Mitte Zwanzig, die ihre Sommerwochenenden mit der Pädagogin einst in Verdun verbrachten. Eine Zeit, sagten einige junge Leute, die sie nie vergessen werden. Erfahrungen mit dem Nachbarn und die Erkenntnis, dass die deutsch-französische Freundschaft einen Garanten für den Frieden in Europa darstellt, werden in ihrem Leben weiterhin eine zentrale Stellung einnehmen. "Des flammes à la lumière" - von den Flammen zum Licht - so der offizielle Titel der alljährlichen Gedenkveranstaltung in Verdun, wurde den Besuchern der Abschlussveranstaltung mit Lichtbildern, Filmen und Erzählungen geschildert.
Helma Thelen-Oberbillig involvierte ehemalige Schüler sowie Kollegen in ihre Schilderung. Aus ihrer Sicht war es ein stimmiger Abschluss der Veranstaltungsreihe zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914. Stellt doch "Des flammes à la lumière" die Verbindung zum Jahr 2014 her, einem Jahr, in dem die deutsch-französische Freundschaft eine Selbstverständlichkeit geworden ist. red