Schülerverkehr ist in Bernkastel-Wittlich an drei Stellen problematisch

Busse : Drei Problemfälle im Schülerverkehr

Derzeit sorgt der Busverkehr an einigen Stellen im Kreisgebiet für etwas Kopfzerbrechen. Der Landrat berichtete in der zurückliegenden Kreisausschusssitzung darüber. Der Streit geht weiter.

(will) Mehrere Problemstellungen gebe es derzeit im Kreis bei der Schülerbeförderung, berichtete Landrat Gregor Eibes in der zurückliegenden Sitzung des Kreisausschusses. „Überall, wo Busse fahren, haben wir ein durchgängiges Problem, so dass auch Fahrten ausfallen“, berichtetet der Kreischef. Vor allem der Ausfall und das Fehlen von Busfahrern macht den Verkehrsbetrieben derzeit Probleme.

Man sei jedoch bemüht, so der Landrat weiter, die Ausfälle so gering wie möglich zu halten und den Schüler- und Kitaverkehr außen vor zu lassen. Das Thema werde den Kreis noch einige Zeit beschäftigen.

Betroffen ist vor allem das Linienbündel Mosel von den Ausfällen, aber auch andere Linienbündel sind betroffen. Zudem gibt es auch drei Strecken mehr oder weniger große Probleme.

Salmtal-Wittlich: Kinder aus dem Salmtal, die weiterführende Schulen in Wittlich besuchen, standen seit dem 1. September nur noch drei statt vier Busse zur Verfügung (der TV berichtete). „Die Schüler wollten natürlich alle die beiden späteren Busse benutzen“, berichtet Eibes. Diese beiden seien dann voll gewesen, der dritte nur sehr schwach genutzt. Auch seien Kinder stehen geblieben. Darauf habe man reagiert, und den ersten Bus vier Minuten nach hinten verlegt. Zudem habe man verfügt, dass Schüler ab der neunten Klasse den ersten Bus nehmen müssen. „Das ist rechtlich zulässig“, erklärte Eibes. Man könne nach Schulart oder nach Alter entscheiden. Die Wartezeiten der Schüler bis zum Schulbeginn, der Bus ist um 7.18 Uhr am ZOB in Wittlich, sei nach Ansicht der Verwaltung zumutbar. Die Weiterfahrt zum Peter-Wust-Gymnasium sei allerdings nicht möglich, da der Bus um 7.29 Uhr eine Anschlussfahrt habe.

Traben-Trarbach: Dort habe es Probleme wegen der Busausfälle gegeben, aber auch der Transport von Schülern aus dem Hunsrück in die Doppelstadt sei ein Problem. Die Zahl dieser Schüler sei in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Derzeit werde jedes Dorf im Hunsrück angefahren, um Schüler nach Traben-Trarbach zu bringen. Aus einigen Dörfern fahren allerdings nur noch ein oder zwei Kinder mit. In Zukunft sei es denkbar, sogenannte Hot Spots einzurichten, so der Landrat weiter. Das seien Sammelpunkte, zu denen die Kinder von ihren Eltern, die eine Fahrtkostenerstattung bekommen könnten, gebracht werden.

Hetzerath/Rivenich: Nach der Einführung des Linienbündels Römische Weinstraße rund um Schweich können die Schüler aus Hetzerath und Rivenich, die das Stefan-Andres-Schulzentrum in Schweich besuchen, keinen direkten Bus mehr nach Hause nehmen, da dieser die beiden Orte nicht mehr anfährt (der TV berichtete). Der Landkreis Trier-Saarburg, der für das Linienbündel und das Schulzentrum verantwortlich ist, möchte keinen Parallelverkehr von Bus- und Zugverkehr und verweist darauf, dass die Hetzerather Schüler den Zug nehmen.

Diese müssten vom Bahnhof des Orts dann rund zwei Kilometer zu Fuß nach Hause gehen, so der Landrat, was zumutbar und rechtlich zulässig sei. Und: Da der Kreis Trier-Saarburg als Träger der Schule zuständig sei, „haben wir dort keine Karten im Spiel“.

Für die Rivenicher Kinder gebe es eine Lösung, sie würden mittlerweile ab dem Hetzerather Bahnhof mit einem Kleinbus in ihr Dorf gefahren.