Schützen wollen voll ins Schwarze treffen

Schützen wollen voll ins Schwarze treffen

BÜDLICH. Am Wochenende messen sich die besten Feldbogenschützen aus Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten beim zehnten Burgkopf-Turnier in Büdlich. Der Bogensportclub sieht den Traditions-Wettbewerb als Generalprobe für sein großes Vorhaben, die Ausrichtung der deutschen Meisterschaften im Jahr 2008.

Das Burgkopfturnier rund um den Büdlicher Burgkopf genießt in der Bogensport-Szene einen hervorragenden Ruf. Am Wochenende werden erneut rund 200 Feldbogenschützen auf dem Turniergelände mit zwei Parcours à 28 Scheiben ihr Können beweisen. Beim Highlight in der Turnier-Szene gehen auch diesem Jahr Welt-, Europa- und deutsche Meister an den Start. Etwa sechs Kilometer über Stock und Stein müssen die Teilnehmer dabei mit Pfeil und Bogen zurücklegen, dabei warten unterwegs nachgebildete dreidimensionale Tiere wie Eulen, Wölfe, Bären, Elche und andere Zielscheiben. Seit einigen Wochen bereitet sich der Büdlicher Bogensportclub intensiv auf das Großereignis vor. Doch in diesem Jahr ist alles anders. "Wir wollen 2008 die deutschen Meisterschaften austragen, deshalb sehen wir unsere Jubiläumsveranstaltung als Generalprobe", sagt der Erste Vorsitzende Willi Kolz. Die Zukunftspläne hat Kolz bereits dem Ortsgemeinderat vortragen, der dem Vorhaben positiv gegenüber steht. "Die Gemeinde hilft uns, wo sie nur kann", lobt Kolz, der aber auch weiß, dass er auch bei einer deutschen Meisterschaft in Büdlich das Teilnehmerfeld auf 200 Starter begrenzen muss. "Damit sind im Ort unsere Kapazitäten ausgeschöpft", erklärt er, und führt aber sofort an, dass mit dem Hunsrückhaus ein Alternativ-Standort zur Verfügung stünde. "Dort könnten wir 400 Teilnehmer zulassen", so Kolz. Die Chance, die deutsche Meisterschaften nach Büdlich zu holen, schätzt er als "sehr gut" ein. "Nach dem Turnier werden wir uns offiziell beim Verband bewerben", gibt Kolz bekannt. Zunächst einmal steht aber für die Büdlicher Bogenschützen am Wochenende ihr Burgkopf-Turnier auf dem Programm. Zwei Tage sind die 26 Mitglieder des Vereins, und ihre engagierten Helfer aus den befreundeten Ortsvereinen dann rund um die Uhr im Einsatz. "Wir sind schon ein eingespieltes Team", weiß Kolz, der den jungen Verein 1996 mitgründete. Vier Jahre später war der Bogensportclub Büdlich, mit vereinseigenem Feldbogenschießgelände, Deutschlands erfolgreichster Bogensportverein, der auch 2004 mit Horst Picko den Deutschen Meister in der Klasse Langbogen stellte. "Mit unserer Sportart pflegen wir auch eine lange Tradition", blickt Kolz abschließend weit zurück. In vielen Kulturen war das Bogenschießen es fester Bestandteil meditativer Techniken, kriegerischer Auseinandersetzungen oder von Turnieren. In der Steinzeit war es Methode zur Nahrungsbeschaffung. Im Laufe der Jahrtausende entwickelte sich das Bogenschießen zum festen Bestandteil westlicher Sport- und Freizeitaktionen und dient den Mitgliedern der zahlreichen Bogenschützenvereine neben dem sportlichen Wettkampf vor allem zum Abschalten vom Alltag. Weitere Informationen im Internet unter www. bsc-buedlich.de.