Schulsanierung kann beginnen

MANDERSCHEID. Ohne größere Differenzen verlief die Sitzung des Verbandsgemeinderates. Grünes Licht gab er für die Sanierung der Grundschule Großlittgen, die vielleicht schon in den Herbstferien beginnen kann.

Der Brandschutz und die Unfallkasse hatten eine rasche Sanierung der Grundschule gefordert. Auch die ADD betont die Dringlichkeit dieser Maßnahme und kündigte eine Auszahlung der benötigten Zuschüsse noch für das laufende Jahr an. Einstimmig beschloss der VG-Rat: Falls in den Herbstferien mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, dürfen Bürgermeister und Beigeordnete in einer Dringlichkeitsvergabe den Beginn beschließen. In den Nachtragshaushalt für 2004 hat die Verbandsgemeinde für dieses Projekt Zuwendungen in Höhe von 50 800 Euro eingestellt - bei geplanten Gesamtaufwendungen von 141 267 Euro. Anfang des Sommers waren die Ausschreibungen für den Bau einer Brücke über die Lieser am Eckfelder Trockenmaar ergangen. Ebenfalls einstimmig bekam den Zuschlag für die Erd- und Betonarbeiten die Firma HTI aus Daun (21 014,68 Euro), für den Überbau die Firma Steka aus Zemmer (42 745,39 Euro). Bürgermeister Wolfgang Schmitz informierte darüber, dass die Hälfte dieser Summe aus dem EU-Topf "Leader Plus" gezahlt wird. Einstimmigkeit auch bei der Besetzung der Ausschüsse. Hier folgte der Rat dem auf dem Tisch liegenden, gemeinsamen Wahlvorschlag. Schwarz sieht der Bürgermeister für die fristgerechte Umsetzung von Hartz IV. "Lassen Sie mich vielleicht fünf Minuten dazu sprechen", bat Schmitz um Aufmerksamkeit.Hartz IV-Umsetzung: keine ideale Lösung

Besonders die kleinen VG´s wie eben Manderscheid hätten die optionale Lösung favorisiert - man kenne die Antragssteller persönlich und könne eine bessere Betreuung dieser zugegebenermaßen nicht ganz einfachen Klientels von Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfängern gewährleisten. Mehrere Wortmeldungen empfahlen, in das ab dem 1. Januar mit der Umsetzung von Hartz IV betraute Gremium des Landkreises doch auch einen Mitarbeiter der VG zu schicken. Mit der Wegnahme von Kompetenzen der VG scheint niemand so recht glücklich zu sein - fest steht jedoch, wie SPD-Fraktionssprecher Helmut Quint formulierte: "Wir haben das so hinzunehmen." Mit zusätzlichen Schwierigkeiten rechnet auch Norbert Christian: Er wies darauf hin, dass schon jetzt die geschätzten Einnahmen des Kreises um 800 000 Euro niedriger lägen als zu Anfang diesen Jahres berechnet.