Schultheater Festival geht in die erste Runde

Schauspiel : Schultheater Festival geht in die erste Runde

Gemeinsam Theater spielen macht mehr Spaß: Das dachte sich das Team im Haus der Jugend in Wittlich und vernetzte daraufhin Theater-AGs der Region.

Seit Anfang des Jahres läuft die Planung, Schulen wurden angesprochen, Theatergruppen und der Veranstaltungsort mussten gefunden werden. Ab Donnerstag ist es soweit: Theater-AGs von verschiedenen Schulen werden sich an zwei Tagen ihre Werke gegenseitig in der Synagoge Wittlich präsentieren. Die erste Idee zum Schultheater Festival kam Roberto Barahona, Leiter der Koyón Theatergruppe im Haus der Jugend (HdJ) Wittlich, Ende des vergangenen Jahres.

Auch die Theatergruppen in der Region waren begeistert von der Idee, so „wurden es schnell immer mehr Schulen“, erzählt Daniel Scharfbillig, Diplompädagoge im HdJ. Sieben Schulen aus der Region nehmen mit ihren Theater-AGs teil: Das Nikolaus-von-Kues Gymnasium Bernkastel, das Gymnasium Traben-Trarbach, die IGS Salmtal und Zell, und aus Wittlich das Cusanus Gymnasium, die Clara Viebig Realschule und die Kurfürst Balduin Realschule.

Dass Interesse besteht, wurde schnell klar. Scharfbillig sagt: „Wir wollen den Schülern eine Bühne geben, so können sie sich vernetzen und unter Gleichgesinnten austauschen“. Barahona ergänzt: „Kinder wollen Theater spielen, wir geben ihnen das Werkzeug dafür“. Das Motto des Koyón Theaters spiegelt sich auch im Programm des Festivals wider: „Respekt, Toleranz, Geduld“. Auch die Synagoge als Bühne steht in Zusammenhang mit dem Programm. Erst war geplant, die Auftritte im HdJ Wittlich zu veranstalten, doch das sei platzmäßig schwierig geworden, da das Interesse so groß war, erklärt Scharfbillig. Besonders für das Stück „Die jüdische Frau“, bietet die Synagoge aufgrund ihrer Geschichte einen passenden Veranstaltungsort. Zusätzlich zu den Theaterstücken werden auch verschiedene Workshops angeboten, teilweise mit auswärtigen Referenten. So wird Nina Dudek, Theaterpädagogin am Theater Trier, dabei sein.

Die Organisatoren sind froh, dass es jetzt endlich soweit ist. Scharfbillig erklärt, es seien viele verschiedene Aspekte gewesen, die bedacht werden mussten, darunter auch ganz praktische Fragen, wie der Transport der Schüler nach Wittlich. Doch sie haben durch die Planung viel gelernt, möglicherweise auch für weitere Projekte in den nächsten Jahren. „Die Stadt Wittlich hat uns dabei sehr unterstützt“, so Scharfbillig.

Außerdem haben Luisa Lauterbach, Jugendkoordinatorin der Stadt Wittlich, und Brigitte Rach, Sprecherin der Koyón Theatergruppe, das Projekt mitorganisiert. Mit Roberto Barahona haben sie auf jeden Fall einen begeisterten Organisator gefunden. Der Theaterpädagoge „lebt Theater“, so sein Kollege. „Er will Schüler für verschiedene Themen durch die Arbeit daran sensibilisieren.“ Barahona selbst beschreibt die Arbeit mit den Kindern so: „Jeder ist verantwortlich für sein eigenes Instrument, seinen Körper, ich zeige ihnen wie sie das Beste aus sich herausholen können, den Rest machen sie von ganz alleine“.

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