Schwerpunkte setzen

HEIDENBURG. (mc) Die Ortsgemeinde Heidenburg wird sich um Anerkennung als Schwerpunktgemeinde bewerben. Damit sind weitere Förderungsmaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung möglich.

Seit 1993 wählt das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Dorferneuerung eine Gemeinde pro Landkreis aus, die als "Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt" unterstützt wird. Auch Heidenburg wird sich diesmal darum bewerben. "Wir haben einiges zu bieten", ist Heidenburgs Ortsbürgermeister Dietmar Jäger überzeugt, schließlich habe man 1997 den Bundespreis als "familienfreundlichste" Gemeinde unter 10 000 Einwohner gewonnen. Der Ortsgemeinderat beschloss daher einstimmig die Bewerbung des Hunsrückortes. Die auf maximal sechs Jahre befristete Schwerpunktanerkennung soll die Funktionsvielfalt eines Dorfes erhalten und stärken, namentlich in ökonomischer, ökologischer, sozialer und kultureller Hinsicht. "Die Gemeinden müssen gewährleisten, dass strukturell wirksame Projekte im Entstehen sind" , sagt Kreissprecher Alfons Kuhnen. Zudem müsse bei der Förderung im öffentlichen Bereich eine Ausrichtung der mittelfristigen Investitionsplanung auf Dorferneuerungsprojekte möglich sein. Die Anerkennung wird für einen Zeitraum von sechs Jahren ausgesprochen. In dieser Zeit sollen die Schwerpunktgemeinden mit Priorität gefördert werden. Die Förderhöhe ist dabei nicht erhöht gegenüber den übrigen anerkannten Dorferneuerungsgemeinden, so Kuhnen. "Es soll ein intensiver und breit angelegter Beteiligungsprozess aller Gruppen im Dorf initiiert werden. Hierzu sind in anerkannten Schwerpunktgemeinden die Moderation des Entwicklungsprozesses, die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes sowie die Bauberatung von privaten Eigentümern als öffentliche Maßnahmen förderfähig." Schwerpunktgemeinden im Kreis waren bereits Lieser (1999-2004) und Monzelfeld (seit 2005). Kesten hatte Anfang diesen Jahres einen Antrag gestellt (allesamt Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues). Anträge für den Zeitraum 2007 bis 2011 hierfür müssen interessierte Dorfgemeinden bis Mitte August bei der Kreisverwaltung abgeben.

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