Schwierig wird es vor allem im Hunsrück

Für diese Woche sind weitere Schneefälle für die Region gemeldet. Doch den Straßenmeistereien geht das Salz aus. Sie werden den Winterdienst einschränken. Die Städte Wittlich und Bernkastel-Kues hingegen sind noch gut versorgt.

 Kostbares Gut: Streusalz ist derzeit nur noch schwer lieferbar. Die Straßenmeistereien schränken deshalb den Winterdienst ein. Das Bild entstand bei der Straßenmeisterei in Bitburg. TV-Foto: Friedemann Vetter

Kostbares Gut: Streusalz ist derzeit nur noch schwer lieferbar. Die Straßenmeistereien schränken deshalb den Winterdienst ein. Das Bild entstand bei der Straßenmeisterei in Bitburg. TV-Foto: Friedemann Vetter

 Räumen geht immer: Wegen der Salzknappheit werden unwichtige Straßen nur geräumt, nicht gestreut. TV-Foto: Axel Munsteiner

Räumen geht immer: Wegen der Salzknappheit werden unwichtige Straßen nur geräumt, nicht gestreut. TV-Foto: Axel Munsteiner

Bernkastel-Wittlich. Schnee und Eis wie in diesem Jahr gab es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Die Straßenmeistereien stellt das vor ein Problem: Das Salz wird knapp. Die so genannte Mastermeisterei in Wittlich beispielsweise, die für das Tal links der Mosel zwischen Schweich und Reil zuständig ist, meldet derzeit noch einen Vorrat von 330 Tonnen Salz. In diesem Winter haben die Wittlicher bereits 800 Tonnen verbraucht. Die Vorräte in Thalfang im Hunsrück sind erheblich knapper: Dort stehen Vorräte von 245 Tonnen einem bisherigen Verbrauch von 1650 Tonnen gegenüber.

Der Landesbetrieb Mobilität hat angeordnet, Salz nur noch sparsam einzusetzen. Auf Bundes- und Landesstraßen, insbesondere den Autobahnen A 1 und A 60 wird das zu wenig Veränderungen führen. Weniger wichtige Straßen wie die Kreisstraßen werden hingegen nur noch geräumt, auf das Streuen wird dort verzichtet.

Klaus Wagner vom Landesbetrieb Mobilität Trier versichert: "Die wichtigsten Verkehrsstraßen werden geräumt und gestreut. Ansonsten wird jede Gemeinde über mindestens eine Straße angebunden sein."

Zu den wichtigen Verkehrsstraßen zählen die Bundesstraßen 49 und die B 50 von Wittlich Richtung Mosel, die Landesstraßen 141 zwischen Wittlich und Hetzerath, die L 47 von Sehlem Richtung Mosel, die L 55 nach Ürzig, die Moseluferstraßen L 47 und B 53, die Moselaufstiege von Mülheim, Traben-Trarbach und Enkirch Richtung Hunsrück sowie die Strecke zwischen Longkamp und Morbach sowie die Hunsrückhöhenstraße B327. Im Gegensatz zu den Straßenmeistereien melden die Städte Wittlich und Bernkastel-Kues noch genügend große Vorräte an Streusalz, allerdings haben sie auch einen geringeren Bedarf. Der städtische Räumdienst beschränkt sich jeweils auf die Räumung wichtiger Straßen und gefährlicher Strecken (Räumpflicht siehe unten).

Ulrich Jakoby, Sprecher der Stadtverwaltung Wittlich, sagt: "Salz haben wir rechtzeitig nachbestellt. Jede Woche bekommen wir nun eine Lieferung von 25 Tonnen. Etwa zehn Tonnen brauchen wir pro Einsatz." In Bernkastel-Kues lagern noch zwölf Tonnen, und die doppelte Menge soll bald geliefert werden. "Damit kommen wir rund", sagt Markus Ruf, Leiter des Bernkastel-Kueser Bauhofs.

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