Schwimmen zu moderaten Preisen
Der Verbandsgemeinderat Manderscheid hat die Freibad-Gebühren festgesetzt und sich dafür ausgesprochen, die Renaturierung der Lavasandgruben am Mosenberg zu unterstützen.
Manderscheid. Mit einer Gegenstimme verabschiedete der VG-Rat Manderscheid in der vergangenen Sitzung folgende Eintrittspreise für das Freibad: zwei Euro für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre (vorher 1,50 Euro) und drei Euro (vorher: 2,50 Euro) für Erwachsene. Die Feierabendkarte, die ab 17 Uhr angeboten wird, gibt es 50 Prozent billiger. Für Kinder bis drei Jahre ist der Eintritt frei. Vergünstigungen für Feierabend-Schwimmer
VG-Bürgermeister Wolfgang Schmitz nannte die Preise "absolut moderat". Das Preisniveau entspreche dem der umliegenden Bäder. Kritik kam lediglich von Hans-Peter Weiler (FWG). Er monierte, dass die Preise für die Vier-, Fünf- und Sechsjährigen zu hoch seien, worauf Schmitz entgegnete: "Es muss praktikabel bleiben. Eine Trennung von Kindern und Jugendlichen gerade bei Hunderten von Gästen am Wochenende ist schwierig."Zum Vorschlag von Helmut Quint (SPD), auch Frühaufsteherkarten anzubieten, sagte Schmitz: "Wir werden das beobachten." Bislang seien morgens oft nur fünf Leute da gewesen. Günter Weins von der Verwaltung ergänzte, dass das Bad, für das es nur einen Bademeister gebe, morgens erst um 10 Uhr öffnen könne. Lediglich bei den Öffnungszeiten am Abend sei man flexibel. Das Freibad, das noch saniert wird, soll am Samstag, 16. Juni, feierlich eröffnet werden.Ebenfalls mit einer Gegenstimme sprach sich der Rat dafür aus, dass die VG die vom Gemeinderat Bettenfeld beschlossene Renaturierung der Lavasandgruben am Mosenberg (der TV berichtete) unterstützt und die nicht durch Zuschuss gedeckten Kosten übernimmt. Schmitz rechnet mit Kosten von 150 000 Euro und hofft auf eine Förderung durch das neue "Leader-plus"-Programm von 50, eventuell auch 60 Prozent. Günter Zens, ehemaliger Ortsbürgermeister von Bettenfeld, der mit eigener Wählergruppe im VG-Rat vertreten ist, warf ein, dass man am Mosenberg Geld verschenkt habe, weil der Lavasandabbau direkt aufgegeben worden sei, nachdem die Firma Stolz entschieden habe, nicht mehr abzubauen. Geplant: Stellungnahme zu E ntwicklungsprogramm
Dazu gab es zwei Klarstellungen. Schmitz sagte, dass die Ortsgemeinde und nicht die Verbandsgemeinde in vielen, vielen Sitzungen sich zum Abbau-Ende entschieden habe. Reinhold Meuers, aktueller Bürgermeister von Bettenfeld, ergänzte, dass alle Abbau-Genehmigungen vor Jahren abgelaufen seien und dass - wenn überhaupt - nur noch privater Abbau möglich sei.In die entgegengesetzte Richtung gingen die Befürchtungen von Klaus-Josef Mark (Grüne). Er wollte sichergestellt haben, dass es mit dem Lavasandabbau am Mosenberg endgültig vorbei sei und wies darauf hin, dass im Landesentwicklungsprogramm (LEP), das zurzeit in den kommunalen Gremien diskutiert wird (der TV berichtete), Lavasandabbau am Mosenberg immer noch vorgesehen sei. VG-Bürgermeister Schmitz versicherte, dass die Renaturierung Ziel der VG sei. Er wies auf die nächste Sitzung des Verbandsgemeinderats am 28. Juni hin, in der eine Stellungnahme zum LEP verabschiedet werden solle. Weiterer Bericht folgt.