See vor dem Dorf oder Wasser im Keller

Morbach/Bischofsdhron · Nach den schweren Regenfällen und Überschwemmungen der vergangenen Wochen sucht die Landesregierung nach Möglichkeiten um den Schutz zu verbessern. In der Einheitsgemeinde Morbach wurde das schon früh erkannt. So hat ein Polder vor Kurzem Bischorfsdhron vor der Überflutung bewahrt.

 Nach Regenfällen war der Polder vor Bischofsdhron reichlich mit Wasser gefüllt. Foto: Rudolf Tapp

Nach Regenfällen war der Polder vor Bischofsdhron reichlich mit Wasser gefüllt. Foto: Rudolf Tapp

Foto: Christoph Strouvelle (cst) ("TV-Upload Strouvelle"

Morbach/Bischofsdhron. "Es war damals nicht leicht, die Gremien von der Bedeutung von Poldern zu überzeugen," erinnert sich Morbachs Bürgermeister Andreas Hackethal. Denn auf den ersten Blick erschließt sich die Bedeutung von Wasserrückhaltebecken und Poldern nicht jedem. Und da brauchte es Überzeugungsarbeit, die Investition von vier Millionen Euro durch die Gremien zu bringen. Denn normalerweise sieht der Vorbeifahrende nur tiefer gelegte Geländeabschnitte oder aufgeschüttete Dämme. Ganz anders aber, wenn, wie in den vergangenen Wochen, große Niederschlagsmengen herabregnen. Dann zeigt sich der Sinn dieser Maßnahmen, wie zum Beispiel in Bischofsdhron, wo sich das Wasser vor dem Ort sammelte und zu einem kleinen See anwuchs. "Es zeigt sich, dass diese Investition sinnvoll war, sonst wären Orte überschwemmt worden", sagt Hackethal. Das Bischofsdhroner Rückhaltebecken fasst 54 000 Kubikmeter Wasser. Das ist mehr als 30 Mal so viel Wasser wie in einem normalen Freibad. hpl