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Seit 125 Jahren mit Freude in der Natur unterwegs

Seit 125 Jahren mit Freude in der Natur unterwegs

Die Freude an der Natur, die Gemeinschaft im Verein und die Bedeutung des Ehrenamts, das sind die Themen, die sich wie ein roter Faden durch alle Ansprachen bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen des Eifelvereins Wittlich zogen. Die Festansprache in der Synagoge hielt der ehemalige Hauptvorsitzende des Vereins, Gerhard Schwetje.

Wittlich. 250 Mitglieder, 2000 Teilnehmer an Radtouren und Wanderungen pro Jahr, 1300 zurückgelegte Kilometer bei 63 Touren zu Fuß oder mit dem Rad: Es sind beachtliche Zahlen, die der Vorsitzende des Eifelvereins, Ekkehard Röhr, den Gästen der Jubiläumsfeier in der Wittlicher Synagoge präsentierte.
Ein großartiger Volkssport


Landrat Gregor Eibes war als Schirmherr der Veranstaltung gekommen und damit praktisch als Nachfolger des Vaters der Wittlicher Ortsgruppe, Landrat Wagner, der im Jahr 1888 die Gründungsurkunde unterschrieb.
"Wandern ist ein großartiger Volkssport für Jung und Alt", sagte Eibes in seinem Grußwort. Er betonte, dass es wichtig sei, auch die Jugend für die Natur zu sensibilisieren.
Der Wittlicher Bürgermeister Joachim Rodenkirch, der selbst schon als Wanderführer mit dem Eifelverein unterwegs war, wies auf die großen geschichtlichen Veränderungen in den 125 Jahren seit dem Gründungsjahr hin. Umso erstaunlicher sei es, dass sich der Verein bis heute halten konnte und immer noch dieselbe Vitalität wie am Anfang zeige.
Mathilde Weinandy, die Hauptvorsitzende des Eifelvereins, betonte, dass das Wichtigste beim Eifelverein die Gemeinsamkeit ist und die Menschen, die das Ehrenamt hochhalten. Die Festansprache hielt Gerhard Schwetje, ehemaliger Regierungspräsident und Pfarrer sowie früherer Eifelvereinsvorsitzender.
Begegnung aller Schichten


"Wandern ist die Chance zu Begegnung aller gesellschaftlichen Schichten", sagte er. Zudem sei es für jeden erschwinglich. Er rief dazu auf, im Urlaub nicht nur fremde Länder zu erkunden, sondern auch die Heimat kennenzulernen. Schwetje wies auch auf die vielen ehrenamtlichen Helfer hin, die ein dichtes Wegenetz und gute Wanderkarten durch ihre Arbeit erst möglich machen.
Er ging auf die besondere Bedeutung der Gemeinschaft beim Eifelverein ein. "Die Touren richten sich immer nach den Schwächsten", sagte er. Das stünde im Gegensatz zu der heute oft üblichen Gewinnoptimierung aus Kosten der Schwachen. "Beim Eifelverein bleibt niemand zurück." Begleitet wurde die Jubiläumsfeier von Schülern der Kreismusikschule. noj