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Seit Änderung der Anschrift des Hunsrückhauses fühlen sich Deuselbacher außen vor.

Kommunalpolitik : Aus Verbundenheit zum Erbeskopf

Seit der Änderung der Anschrift des Hunsrückhauses fühlen sich Deuselbacher außen vor.

Bis heute sorgt sie für Verdruss, die Änderung der Post-Anschrift des Hunsrückhauses am Erbeskopf (der TV berichtete). Enttäuscht sind nicht nur Deuselbacher, die sich dort seit Jahrzehnten und oft unentgeltlich engagieren und mit Idar-Obersteiner Skifreunden das Erholungsgebiet überhaupt erst möglich machten und voranbrachten. Die Änderung ist auch bitter für die Ortsgemeinde.

Denn während sie zwei Prozent der Kosten des Zweckverbands „Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte Erbeskopf“ (Info) trägt, ist der neue Adressat Hilscheid, auf dessen Gemarkung das Hunsrückhaus steht, nur mit einem Prozent dabei.

Deuselbachs Ortsbürgermeister Roland Schmidt will das in der nächsten Verbandsversammlung ansprechen. Denn der Ort wird nun kaum mehr in Verbindung mit dem Erbeskopf genannt. Dabei habe die Gemeinde „viel für den Erbeskopf getan“ und werde das – trotz zirka 60 000 Euro Haushaltsdefizit - auch künftig tun. Da die Gemeinde Hilscheid nun derart darauf poche und es auskoste, „dass es ihr Erbeskopf ist“, sollte ihr das auch finanziell etwas wert sein.

Der Deuselbacher Rat sieht das genauso und hofft wie Schmidt auf eine einvernehmliche Lösung. So soll keinesfalls die VG mehr zahle, was ja alle Orte belasten würde. Den Mitgliedern ging es laut Lothar Manz von Anfang darum, „ein Zeichen zu setzen: die Verbundenheit zum Erbeskopf“.

Die Mitglieder des 1997 gegründeten Zweckverbands sind  die Verbandsgemeinde Thalfang (42 Prozent), der Kreis Bernkastel-Wittlich (25), die Einheitsgemeinde Morbach (25), Deuselbach, Malborn und Thalfang (je 2), Gräfendhron und Hilscheid (je 1), was 2019 zirka 4000 Euro betrug.

Für Deuselbachs neuen Internetauftritt dankte Schmidt jungen Leuten, die das unentgeltlich übernahmen. Ebenso würdigte er das Engagement von Bürgern, die Bäume beschnitten oder fällten, den Oberdorf-Spielplatz sanierten, am Haus des Gastes eine Hütte abrissen und einen Platz angelegten und den Speicher des Hauses entrümpelten. Auf ähnlich Beteiligung hofft er für den „Zukunfts-Check Dorf“. Die Auftaktveranstaltung hierfür ist am 7. Oktober um 19 Uhr.