Seltsame Versteigerung

KLAUSEN-KRAMES. (mai) Am 5. Februar wird wieder die Krameser Kirmes mit der Schweinskopfversteigerung gefeiert. Doch diesmal gibt es zwei Neuerungen: Der Veranstaltungsort ist das alte Pfarrsaalgebäude und dorthin wird es einen Umzug geben.

Die Krameser Kirmes beginnt am Sonntag, 5. Februar, um 9.30 Uhr mit dem Festhochamt in der Krameser Kirche. Anschließend wird der Blasiussegen erteilt. Spielt das Wetter mit, so wird es danach eine Prozession zum Pfarrsaal am Augustinerplatz geben, dem neuen Veranstaltungsort für die Schweinskopfversteigerung, geben. Die gesegneten Schweinsköpfe rollen auf einem geschmückten Leiterwagen mit. Angeführt wird der Umzug vom Musikverein. Im Pfarrsaal findet dann die traditionelle Schweinskopfversteigerung statt. Dort wird es zwei Mittagessen zur Auswahl geben: Gulaschsuppe und Quellschinken mit "Kaapestertisch". Am Nachmittag werden Kaffee und Kuchen angeboten. In diesem Zusammenhang wird um Kuchenspenden gebeten. Die Kuchen sollten bei Rosi Leyendecker (Telefon 06578/7252) aus Krames angemeldet und am Kirmestag ab 14 Uhr zum Pfarrsaal gebracht werden. Der Erlös der Veranstaltung ist für die Beschaffung eines elektrischen Glockengeläutes für die Krameser Kirche bestimmt. Am Kirmestag wird auch die neu eröffnete Klosterbibliothek zur Besichtigung von 15 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Außerdem wird Landrätin Beate Läsch-Weber an den Feierlichkeiten teilnehmen. Es besteht die Möglichkeit, mit ihr an diesem Tag ins Gespräch zu kommen. Der seltsame Brauch der Schweinkopfversteigerung in Krames hat eine lange Tradition. Ursprünglich erhofften sich die Bauern mit dem Segen der Schweinsköpfe, dass ihr Vieh von Krankheiten verschont bleibt. Zur Frage, warum die Schweinsköpfe versteigert werden, gibt es mehrere Theorien. Eine besagt, dass die Bauern im Mittelalter der Kirche Schweine spendeten, die damals als Festspeise galten. Im Laufe der Jahre wurde diese Naturalien-Spende in klingende Münze umgewandelt, indem man die Schweinsköpfe versteigerte.