Senioren-Akademie Bernkastel-Kues zieht ins Cusanushaus

Kommunales : Ein neues Zuhause für die Seniorenakademie

Lange war es ungewiss, wo sich ältere Menschen in Bernkastel-Kues treffen können. Der ursprüngliche Treffpunkt kann nicht mehr genutzt werden. Die Stadt will nun investieren.

 Bereits im Frühjahr hatte der Bernkastel-Kueser Stadtrat beschlossen, die Seniorenakademie künftig im Cusanus-Geburtshaus anzusiedeln. Nun hat der Haupt- und Finanzausschuss  auch finanziell den Weg für das Projekte vorbereitet. Neue Räumlichkeiten für die ehrenamtlichen Angebote von Senioren für Senioren waren nötig geworden, weil die Cusanus-Träger-Gesellschaft Trier den Betrieb der Akademie im Nikolaus-Hospital am Stiftsweg eingestellt hatte.  Im Geburtshaus von Nikolaus Cusanus sollen sich Senioren in Zukunft treffen können, um zum Beispiel Computer- oder Sprachkurse durchzuführen.

Dafür müssen aber die baulichen Voraussetzungen in dem aus dem 13. Jahrhundert stammenden Gebäude geschaffen werden, das als Museum und Tagungsort genutzt wird. Wie Stadtbürgermeister Wolfgang Port in der Sitzung berichtet, bietet der Standort viele Vorteile. So sei das Gebäude bereits als Veranstaltungsstätte bekannt, gehöre der Stadt Bernkastel-Kues und könne weiterhin als Museum und Seniorenbegegnungsstätte geführt werden. Zwei Räume könnten demnach zu vereinbarten Zeiten belegt werden.

Die notwendigen Gespräche laufen derzeit schon, nun gehe es auch darum, das Gebäude in Wert zu setzen.

Dazu liege ein Maßnahmenkatalog vor, der umgesetzt werden müsse: Eine Querungshilfe auf der Fahrbahn sei nötig, das Gebäude müsse behindertengerecht zugänglich gemacht werden, ebenso die Toilettenanlagen. Dazu sollen eine Glastür im Hinterhof eingebaut und ein Wintergarten angebaut werden. Eine kleine Küche soll den Tagungsraum ergänzen.

Für den Seniorentreff ist eine Nutzungszeit von 9 bis 13 Uhr vorgesehen, nachmittags ist dann von 13 bis 17 Uhr Museumsbetrieb. Zudem seien auch am Abend Veranstaltungen möglich. Die Umbaukosten liegen, so Port, insgesamt bei 302 000 Euro.

Davon machen die Aufzugsanlage mit 60 000 und der Wintergarten mit 80 000 Euro den größten Posten aus. Stadtbürgermeister Wolfgang Port fügte hinzu, dass ein entsprechender Förderantrag für Gelder aus dem Leader-Projekt in Arbeit sei. Dann würden 60 Prozent vom Land getragen. Zudem müssten noch 110 000 Euro Rückstellung für die Seniorenakademie hinzugerechnet werden. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses befürworteten, diesen Beschluss in der nächsten Stadtratssitzung zur Abstimmung vorzulegen.

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