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Senioren freuen sich über neuen Treffpunkt

Senioren freuen sich über neuen Treffpunkt

Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Neumagen-Dhron hat das Haus mit Herz eröffnet. Nun kann das neue Zentrum mit Leben gefüllt werden.

Neumagen-Dhron. Nach langer Umbauzeit hat der Ortsverein Neumagen-Dhron der Arbeiterwohlfahrt (Awo) seine Begegnungsstätte Haus mit Herz eröffnet. In den frisch renovierten Räumen der ehemaligen Berufsschule in der Willemsstraße wollen die Vereinsvertreter künftig offene Treffs sowie weitere Veranstaltungen für Senioren organisieren.
Etwa 80 Neumagener, darunter viele ältere Mitbürger, waren beim Startschuss für den Seniorentreff anwesend. "Mit den neuen Räumen ist für uns ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen", sagt Ernst Kaufmann, Vorsitzender des Ortsvereins. Gerade die Senioren haben sich offensichtlich über den Startschuss für die neuen Räume in der ehemaligen Berufsschule gefreut und bei der Enthüllung des Awo-Schildes, das an der Fassade des Hauses angebracht wird, mit angepackt. "Ich gehe immer gerne zu den Seniorennachmittagen der Awo", sagt die 91-jährige Hilde Klein aus Dhron. Sie wird dort immer bei Kaffee und Kuchen freundlich aufgenommen, sagt sie. Sie genießt die Gesellschaft und die Unterhaltung mit anderen Senioren. Aus dem gleichen Grund freut sich die 89-jährige Pauline Walitzek auf die Seniorennachmittage. "Es ist immer schön, weil man dort Bekannte trifft", sagt sie. Für die angebotenen Ausflüge fühlt sie sich nicht mehr fit genug, aber "zu den monatlichen Treffen gehe ich immer", sagt sie.
"Die neuen Awo-Räume sind ein Gewinn für die Gemeinde", sagt Ortsbürgermeister Willi Herres. Die Awo sowie die Frauengemeinschaften Dhron und Neumagen organisieren Veranstaltungen für die Senioren seiner Gemeinde, sagt er. Allerdings sei es für die Helfer der Arbeiterwohlfahrt eine Verpflichtung, jetzt das neue Zentrum auch mit Leben zu füllen. "Das ist für die Ehrenamtlichen nicht leicht", sagt er. Bei einer Gesprächsrunde haben gleich mehrere Teilnehmer auf die gesamtgesellschaftliche Verpflichtung hingewiesen, den Senioren im Alter ein Leben in Würde zu ermöglichen. Das dürfe auch nicht unter dem Vorbehalt der Finanzierungsmöglichkeiten stehen, sagt Rudi Frick, Vorsitzender des Awo-Bezirksverbandes Rheinland. "Sind Menschen nicht wichtiger als ein neuer Kreisverkehr? ", fragt er. cst