Sensenturnier: Auf Schärfe und Technik kommt es an

Sensenturnier: Auf Schärfe und Technik kommt es an

Früher konnte jeder Landwirt mit der Handsense umgehen. Heute wird das alte Handwerk nur noch von wenigen Menschen beherrscht. Beim achten Sensenturnier in Oberscheidweiler schwangen fünf Mähexperten die Sense um ihren Meister zu ermitteln.

Oberscheidweiler. Schärfe und Technik waren beim achten "Owaschepa" Sensenturnier, übrigens dem einzigen im Land, gefragt. Das Turnier ist 2006 aus einer Thekenlaune heraus geboren und wurde 2007 zum ersten Mal veranstaltet. Die vergangenen zwei Jahre gewann Klaus Bowert den Wettkampf, ihm gegenüber stand auch wieder Alois Schäfer, mit 72 Jahren der Veteran unter den Teilnehmern, aber auch schon dreimaliger Gewinner. Mit dem Wetzstein aus dem wassergetränkten Schlotterfass aus einem Kuhhorn wurde der Sense der letzte Schliff verpasst und dann ging es für Klaus Bowert, Christoph Fischer, Alois Schäfer, Andres Scholtes und Martin Willems auf die 1,10 mal fünf Meter große "Matd" zum Mähen. Wer hat die beste Technik und schärfste Sense. Schnellster Mäher war Martin Willems mit 38 Sekunden, Herausforderer Klaus Bowert brauchte 41 Sekunden und Alois Schäfer 40 Sekunden für die Aufgabe.
Doch auch die 80 "Owaschepa" Bürger und Gäste mussten anhand des Mähbildes ihre Wertung noch abgeben und da war es Alois Schäfer der als zweitbester Mäher und mit der besten Wertung für das Mähbild den Sieg errang und dafür von Ortsbürgermeister Elmar Götten einen gutgefüllten Präsentkorb samt Urkunde erhielt. HG