Serie Hochmoselübergang: Pendler profitieren

Verkehr : Hochmoselübergang – Pendler profitieren (Video)

TV-Serie Brückenschlag: Möglicherweise werden die Betriebe dies- und jenseits des Moseltals nach Fertigstellung des Hochmoselübergangs um Mitarbeiter buhlen müssen.

 Wenn die B 50 neu eröffnet wird und der Verkehr von der Eifel über die Mosel in den Hunsrück strömen kann,  werden wohl auch die Berufspendler davon profitieren. In wenigen Monaten soll es soweit sein: Dann wird die B 50 neu über die neue Brücke im Moseltal führen und die Durchquerung des Moseltals bei Bernkastel-Kues unnötig machen.

Wie wird sich die Veränderung der Verkehrsströme auf Tourismus, Gewerbe, Einzelhandel und die Pendler auswirken?  Im dritten Teil unserer Serie geht es um die Veränderungen für die Berufspendler. Der TV fragt in Morbach, Wittlich und Bernkastel-Kues nach.

Morbach „Diejenigen, die momentan aus der Eifel in den Hunsrück oder umgekehrt fahren müssen, können ein Lied davon singen, wie schwierig die Situation ist“, sagt Andreas Hackethal, Bürgermeister von Morbach.  Von Bernkastel brauche man derzeit eine Dreiviertelstunde bis Morbach, von Wittlich aus noch länger. Hackethal: „Das wird sich durch den Hochmoselübergang ändern – für die Pendler werden sich die Fahrtzeiten verkürzen.“

Wittlich „Durch die Fertigstellung des Hochmoselübergangs werden sich die Wegezeiten erheblich verkürzen,“ sagt auch Rainer Stöckicht, Pressesprecher der Stadt Wittlich. Die Transportkosten, aber auch die Kosten für den Weg zum Arbeitsplatz, würden durch den Hochmoselübergang günstiger. Das mache   Wittlich als Wirtschaftsstandort für Industrie und Gewerbe, Pendler und den Einzelhandel noch attraktiver.

Der Hochmoselübergang vom Wasser aus

Bernkastel-Kues: „Der Hochmoselübergang  wird die Eifel besser an das Rhein-Main-Gebiet anschließen. Da ist man zum Beispiel schneller auf dem Hahn. Das wird dazu führen, dass es zu einer Konkurrenz zwischen Hunsrück und Wittlich kommen wird. Die Firmen werden dort um die Mitarbeiter buhlen müssen,“ sagt Frank Hoffmann vom Bernkastel-Kueser Werbekreis.

Arbeiten auf der Baustelle des Hochmoselübergangs. Foto: TV/Michael Conrad

Für seine Stadt sieht Bürgermeister Wolfgang Port wiederum positive Effekte: „Der Hochmoselübergang hat den Vorteil, dass der Durchgangsverkehr abnimmt. In Zeiten, in denen von Feinstaub und CO2 Steuer ständig die Rede ist, ist das von Bedeutung.  Die Verkehrssituation am Morgen und nach Feierabend wird sich in Bernkastel-Kues entspannen, man rechnet mit etwa 20 bis 30 Prozent Verkehrsentlastung,“ sagt Port.  Angesichts der Tatsache, dass man derzeit, in Zeiten des Klimawandels, über den Zweck von Autos überhaupt diskutiere sei  es jedoch  fragwürdig, ob wir die Straßen- und Brücken-Infrastruktur in den nächsten Jahren überhaupt noch brauchen, so Port.

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