Sie hat's geschafft

Begleitet vom örtlichen Musikverein hat eine Delegation der Gemeinde die neue Mosel-Weinkönigin Katharina Okfen zum offiziellen Empfang geleitet.

Maring-Noviand. Einen Tag Verschnaufpause hat die Gemeinde Maring-Noviand ihrer frisch gekürten Mosel-Weinkönigin gegönnt. Doch am Sonntagnachmittag hat sie die 21-jährige Katharina Okfen mit allen Ehren empfangen. Ein vom Musikverein begleiteter Tross hat sie am Haus ihrer Großeltern in Maring abgeholt. Nach einem prachtvollen Umzug durch beide Ortsteile wurde das Ereignis in Noviand gebührend gefeiert.

Der etwas verspätete Empfang war laut Ortsbürgermeister Hans-Josef Edringer Wunsch von Okfen, die sich am Freitag in Trier gegen sechs Mitbewerberinnen durchgesetzt hatte. Die anschließende Feier habe sich bis vier Uhr morgens hingezogen, zeigte er dafür Verständnis. Dass sich Okfen als eine von sieben Kandidatinnen hat durchsetzen können, kommentiert er beeindruckt: "Alle Achtung!" Für die Weinbaugemeinde sei das eine "super Werbung". Dass "ihre Kathy" das Zeug für eine Mosel-Weinkönigin hat, hatte für Edringer eh außer Frage gestanden. Sie habe keine Scheu vor öffentlichen Auftritten und daher auch in Trier ganz unbefangen gesprochen. Angesichts der vielen Konkurrentinnen hatte er es zuvor aber nicht gewagt, mit einem Sieg Okfens zu rechnen, die von 2007 bis 2009 Ortsweinkönigin war.

Der Studentin der Internationalen Weinwirtschaft war es ähnlich gegangen. Sie habe nicht damit gerechnet, Mosel-Weinkönigin zu werden und sei "total überwältigt", gesteht sie. Nach ihrer Krönung habe sie immer wieder an die Krone fassen müssen, um sich zu vergewissern: "Wow, du hast es geschafft!" Daher habe sie auch gebeten, den offiziellen Empfang auf Sonntag zu verschieben: "Einfach, um das fassen zu können." Der Wahlabend sei "super schön" gewesen und sie auch "total glücklich" mit ihren Prinzessinnen Ramona Sturm aus Moselkern und Michaela Zimmer aus Kanzem. Vor den nächsten zwölf Monaten sei ihr nicht bang. Sie freue sich auf dieses Jahr, die vielen Reisen und Begegnungen mit Menschen. "Ich freue mich auf jedes Weinfest und auf jede Reise", versichert die Nachfolgerin von Sonja Christ.

Sorgen, dass das Studium unter der Doppelbelastung leiden könne, macht sie sich nicht. "Ich denke, das lässt sich gut vereinbaren." Beides habe ja fast die gleiche Thematik. Außerdem werde sie von der ganzen Familie und von ihren Freunden unterstützt.

Ihren ersten offiziellen Auftritt hatte sie als Ehrengast der Graacher Weinprobe bereits vor dem Empfang der Gemeinde Maring-Noviand absolviert.