Sie sammeln mit den Füßen: 25 Jahre Hungermarsch Laufeld

Laufeld · Seit 25 Jahren werden in der Eifel durch einen sogenannten Hungermarsch Spenden gesammelt. Sie kommen Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier, zugute.

Gregor Lauterbach, Dekanat Wittlich. Foto: privat

Laufeld. Mehr als 3000 Menschen, von Luxemburg bis zum Westerwald, erwanderten in Hungermärschen bisher mehr als 260 000 Euro. Die Jubiläumswanderung ist am Sonntag, 30. März, in Laufeld. Der TV sprach mit Gregor Lauterbach, dem Referenten des Dekanates Wittlich. Herr Lauterbach, Sie waren von Beginn an in vorderster Front im Hungermarsch-Orga-Team aktiv. Woher kam vor 25 Jahren die Idee?Gregor Lauterbach: Der Hungermarsch entstand 1989 im ehemaligen Pfarrverband Gillenfeld als konkretes Projekt der Jugendarbeit. Nach einer Fastenveranstaltung entschieden sich die jungen Leute, mit dem Hungermarsch ganz konkret einen Beitrag gegen ungerechte Strukturen in der Welt zu leisten. Hunger steht in diesem Zusammenhang für die Not, Unterdrückung und Ungerechtigkeit gegenüber den Menschen in den Ländern der sogenannten Dritten Welt.Wie läuft der Hungermarsch ab, und wie kommen die Spendengelder zusammen?Lauterbach: Im Vorfeld bitten die Teilnehmer Familienangehörige, Bekannte und Freunde um ein Kilometergeld. Dabei werden Gespräche über die konkreten Projekte und den Sinn des Engagements geführt. Jeder Teilnehmer kann auch selbst mit einer Spende mitmachen.Warum Bolivien und wo wurden die 260 000 Euro eingesetzt?Lauterbach: Über 50 Jahre gibt es im Bistum Trier die Bolivien-Partnerschaft, an der sich mit der Hilfe zur Selbsthilfe viele Einzelgruppierungen des Bistums in vielen kleinen, aber auch großen Projekten beteiligen. In den ersten Jahren kamen die Projektanforderungen vom Bistum, etwa zur Unterstützung von Ausbildungszentren, für Häuser der Straßenkinder, Landschulinternate, Wasserversorgung, Textil- und Schreinerwerkstätten. Seit knapp zwei Jahrzehnten kennen wir nach einer Begegnungsreise des Bistums nach Bolivien die Schwestern des Instituto Mariano in Monteagudo. Sie führen das Landschulinternat Nuestra señora de Fatima, in dem über 100 Mädchen und junge Frauen eine Schul- und Berufsausbildung erhalten. ksExtra

Die Jubiläumswanderung in Laufeld ist am Sonntag, 30. März. Die Teilnehmer unterstützen den Ausbau des Landschulinternates Nostra señora de Fatima in Monteagudo. Start für die sechs, acht oder zwölf Kilometer langen Strecken ist zwischen 11 und 12 Uhr an der Grafschaftshalle an der Grundschule. Neben bolivianischer Livemusik, einem Verkauf von Waren aus gerechtem Handel und einem Quiz für Kinder gibt es Informationen zur Bolivien-Partnerschaftsarbeit. Um 15.30 Uhr ist als Abschluss der Aktion eine Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Willibrord Laufeld. Teilnehmer-Karten gibt es im Pfarrbüro Manderscheid, Telefon 06572/4304, und im Dekanatsbüro Wittlich, Telefon 06571/146940. Info: www.bolivien-hungermarsch.de ks