Sie tun was: Wittlich bittet seine ehrenamtliche Vielfalt an einen Tisch

Wittlich · Gemeinsam mehr bewegen, das wollen die sozialen Dienste der Pfarreiengemeinschaft Wittlich. Deshalb setzen sie sich seit 16 Jahren regelmäßig zusammen. Jetzt gibt es auch einen gemeinsamen Flyer mit den Angeboten und Ansprechpartnern, der in einer ersten Auflage 2000 Mal gedruckt wurde.

 Gemeinsam geht's besser: Die Vertreter der Ehrenamtsgruppen mit dem neuen Flyer. TV-Foto. Christina Bents

Gemeinsam geht's besser: Die Vertreter der Ehrenamtsgruppen mit dem neuen Flyer. TV-Foto. Christina Bents

Foto: Christina Bents (chb) ("TV-Upload Bents"

Wittlich. Sie wollen den älteren, den sozial schwachen und den kranken Menschen helfen, die in der Pfarreiengemeinschaft Wittlich leben: 16 verschiedene Gruppen gibt es in der Pfarreiengemeinschaft Wittlich, die sich ehrenamtlich engagieren.
Seit 1999 treffen sie sich regelmäßig zu einem runden Tisch und werden dabei vom Fachdienst "Caritas in der Gemeinde" des Caritasverbands Mosel-Eifel-Hunsrück unterstützt.
Damit ihre Angebote bekannter werden und um zu zeigen, welche Möglichkeiten die Kirche bietet, sich einzubringen, gibt es jetzt einen einfachen Papierflyer, in dem die Angebote und Ansprechpartner aufgelistet sind. Dabei sind Angebote unter anderem Besuchsdienste der Pfarreien, die Wittlicher Tafel oder die Bruderschaften.
Eine der vielen Ehrenamtlichen, die sich engagieren ist Karin Ballmann. Sie ist im Pfarrgemeinderat Wittlich-Bombogen die erste Vorsitzende und möchte mehr soziale Aspekte in der Gemeinde einbringen. Ein Besuchsdienst für die älteren und kranken Menschen wäre dabei ein Projekt. Impulse, Ideen und Erfahrungen, wie dafür ein Anfang gemacht werden könnte, bekommt sie beim runden Tisch der Pfarreiengemeinschaft.
Etwas zurückgeben


Oder Edith Wimmer, die sich bei der Katholischen öffentlichen Bücherei engagiert. Sie liest unter anderem in Altenheimen vor. Mit der Frauengemeinschaft ist sie aktuell damit beschäftigt, einen gemeinsamen Lesenachmittag zu organisieren. Dadurch, dass man sich regelmäßig am runden Tisch trifft, kommen solche Kooperationen leichter zustande.
Gegenseitig unterstützen


Franz-Josef Mertes, der die Kolpingsfamilie vertritt, sagt: "Bevor es den runden Tisch gab, haben alle alleine vor sich hin gearbeitet. Jetzt weiß man viel mehr über die einzelnen Organisationen, kennt die Mitglieder und kann sich gegenseitig unterstützen."
Mehr als 40 Multiplikatoren werden zu den Sitzungen des runden Tischs angeschrieben. Wie viele Ehrenamtliche insgesamt in der Pfarreiengemeinschaft engagiert sind, lässt sich nicht sagen. Es gibt große Zusammenschlüsse wie die Frauengemeinschaft mit 240 Ehrenamtlichen oder kleinere wie den Besuchsdienst der Caritas mit 15 Personen. Bedürftigen zu helfen und der Gemeinschaft etwas zurückzugeben, ist für viele Motivation, sich zum Teil über Jahre zu engagieren. Brigitte Hagedorn ist beispielsweise deshalb seit der Gründung der Tafel dabei und investiert zehn bis zwölf Stunden pro Woche in ihr Ehrenamt.
Die Konfession spielt weder bei den Helfenden, noch bei denen, die in Not sind eine Rolle. Für den Zusammenschluss wurden die Ehrenamtlichen der sozial-cariativen Dienste in der Pfarreiengemeinschaft Wittlich im vergangenen Jahr mit dem Ehrenamtspreis des Bistums Trier ausgezeichnet. chb
Extra

Zu den ehrenamtlichen Dienste der Pfarreiengemeinschaft gehören: die Frauengemeinschaft Wittlich, der Krankenhausbesuchsdienst St. Markus und St. Bernhard, die Vinzenzkonferenz, der ökumenische Altenheimbesuchsdienst, die St. Sebastians-Bruderschaft, St. Josefsbruderschaft, die Kolpingfamilie, Cursillo (Bibelkreis und Glaubenskurse), Ökumenischer Hospizdienst Wittlich, Pfarrei Bombogen, Pfarrei Platten, Pfarrei Lüxem, Pfarrei Wengerohr, Pfarrei Altrich, die Wittlicher Tafel und die Pfarrbücherei. chb

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