Sieben Fragen, 126 Thalfanger, viele Meinungen

Sieben Fragen, 126 Thalfanger, viele Meinungen

Ja zu mehr Windrädern und einem Solidarpakt, keine eindeutige Tendenz bei der Frage nach der Windklang-Skulptur auf dem Erbeskopf und der Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten. 126 zufällig ausgewählte Thalfanger haben bei einer Umfrage des Volksfreunds mitgemacht.

Thalfang. Windräder, Kommunalreform, Hunsrückbahn: Es gibt Themen, die sind geradezu Dauerbrenner in den politischen Gremien der Verbandsgemeinde Thalfang. Doch wie stehen die Bewohner dazu? Der TV wollte es wissen und hat 126 zufällig ausgewählte Thalfanger befragt.

Windenergie: In den Räten wird seit Wochen und Monaten dar über diskutiert: Wo sollen sich weitere Windräder drehen und wie können alle Orte davon profitieren. Im November wurde eine erste Planung vorgestellt. Damit treffen die Politiker anscheinend den Nerv der Menschen - zumindest, wenn die 126 Befragten zugrunde gelegt werden. Geht es nach 64 Prozent von ihnen, dürfen sich ruhig noch mehr als die bislang 16 Windräder auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Thalfang drehen. Lediglich 16 Prozent sprechen sich dagegen aus. Die restlichen 20 Prozent haben keine Meinung oder sind eingeschränkt dafür, solange einzelne Orte nicht zu sehr belastet werden.

Solidarpakt: Eindeutig ist auch das Votum zum Thema Solidarpakt: 55,5 Prozent befürworten, dass alle Gemeinden der VG von den Einnahmen aus Windkraft profitieren sollen. Allerdings haben 30 Prozent keine Meinung dazu; zwölf Prozent lehnen es ab.

Kommunalreform: Bei der Fusionsfrage bleiben die befragten Thalfanger der bisherigen Linie treu. Im Juni hatte sich der VG-Rat dafür ausgesprochen, die Fusion aufzuschieben. Und so kam es auch: Die VG blieb in der ersten Phase der Kommunalreform verschont und soll sich erst bis 2019 einen Partner suchen. Von letzterem halten 42 Prozent der Befragten nichts. Sie sind dafür, dass die VG so bleibt, wie sie ist. Für einen Zusammenschluss mit Hermeskeil (Landkreis Trier-Saarburg) stimmen aber immerhin noch 29 Prozent. Für eine Aufteilung auf die Nachbargemeinden sprechen sich 15 Prozent aus, der Rest hat keine Meinung.

Hunsrückbahn: Wieder per Bahn zwischen Morbach und Hermeskeil pendeln und nicht mehr nur auf das Auto oder den Bus angewiesen sein - dieses Thema steht seit Jahren auf der Agenda. Die Reaktivierung der Hunsrückbahn gestaltet sich allerdings schwierig. Zum einen haben die VG bislang kein grünes Licht von der Aufsichtsbehörde, um die Gleise zu kaufen. Und zum anderen ist eine Teilgesellschaft der Unternehmensgruppe Hochwaldbahn insolvent. 45 Prozent der Befragten stehen dennoch hinter den Plänen der Politik und wollen die Hunsrückbahn zurück. Dagegen sind 30 Prozent, ein Viertel hat keine Meinung.

Hunsrücktouristik: Und wie steht es mit der Hunsrücktouristik? Für diese ist ab 2013 ein höherer Beitrag fällig, da der Landkreis Trier-Saarburg und die VG Ruwer nach und nach aus der GmbH aussteigen. Für Thalfang bedeutet das, dass die VG ab 2015 gut 3300 Euro pro Jahr zusätzlich zahlen muss. 47 Prozent der Befragten sind jedoch der Meinung: Nein, die VG Thalfang soll den Beitrag nicht erhöhen. Der Beschluss ist allerdings bereits im VG-Rat gefasst worden. Ein Fünftel (20 Prozent) ist dafür, weil der Tourismus und die Werbung in Thalfang wichtig sind; gut ein Drittel hat keine Meinung.

Bürgermeisterwahl: Sein Rücktritt kam für viele überraschend. Mitte des Jahres 2012 hatte Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo angekündigt, sein Amt zum 1. März 2013 niederzulegen. Der TV hat die Menschen gefragt, ob es einfach wird, Kandidaten für seine Nachfolge zu finden - trotz der Verschuldung und der Möglichkeit, dass ein neuer Bürgermeister aufgrund einer Fusion unter Umständen keine acht Jahre im Amt bleiben kann. Das Feld liegt eng beieinander: 38 Prozent glauben, dass es keine Probleme bei der Suche geben wird; ein Drittel sieht das hingegen eher skeptisch. Die restlichen 29 Prozent sind sich nicht sicher.

Windklang: Zum Abschluss ging es noch um eine rein ästhetische Frage. Was halten Sie von der Windklang-Skulptur auf dem Erbeskopf? Sie ragt seit 2012 auf der höchsten Erhebung in Rheinland-Pfalz in den Himmel und soll Besucher anlocken. Dass das funktioniert, glauben allerdings nur 27 Prozent der 126 Befragten. Drei Prozent mehr (30 Prozent) gefällt die Skulptur hingegen nicht. Der größte Teil der Interviewten (43 Prozent) hat keine Meinung zu diesem Thema.