Sieben mögliche Pächter melden sich für Café Heimat

Sieben mögliche Pächter melden sich für Café Heimat

Ein Schritt weiter auf dem Weg zum Café Heimat, das an die gleichnamige Trilogie von Filmregisseur Edgar Reitz erinnern soll: Sieben mögliche Pächter haben sich gemeldet. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.

Morbach. Für mögliche Betreiber scheint das in Morbachs Biergasse geplante Café Heimat recht attraktiv zu sein. Sieben Interessenten haben sich bei der Gemeindeverwaltung gemeldet. Sie wollen das Elternhaus von Filmregisseur Edgar Reitz pachten und das Café führen, in dem Bilder und Requisiten der Filmtrilogie Heimat gezeigt werden sollen. Am Mittwoch ist die Bewerbungsfrist abgelaufen.
Und wie geht es nun weiter? Laut Büroleiter Theo Gätz ist klar, dass letztlich der Gemeinderat entscheidet, wer Pächter des Cafés wird. Ob und wie die Verwaltung eine Vorauswahl trifft, ist noch nicht entschieden. Gätz sagt: "Das müssen wir noch mit dem neuen Bürgermeister bereden. Er ist erst seit ein paar Stunden im Amt."
Der Gemeinderat hatte im April nach kontroverser Diskussion, dann aber doch mit großer Mehrheit beschlossen, das Café Heimat in Kooperation mit Reitz einzurichten. Auch ein Veranstaltungsraum mit Platz für Lesungen ist eingeplant.
Die Gemeinde hat mit der Edgar-Reitz-Filmstiftung, der das Gebäude mittlerweile gehört, vereinbart, dass ihr das Gebäude zwölf Jahre pachtfrei überlassen wird. Die Kommune saniert im Gegenzug dafür den Bau für 190 000 Euro und steuert 135 000 Euro zur Ausstattung bei. Die letztgenannte Summe will sie über die Pacht, die sie erhebt, wieder einnehmen. Die Verwaltung rechnet mit einer Fördersumme von 88 000 Euro von der EU. Alles in allem müsste Morbach also 102 000 Euro für das Projekt zahlen. Diese Investition sehen manche Bürger kritisch. mai
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