Sind die Flußbacher bald Wittlicher ?

Gemeinden : Sind die Flußbacher bald Wittlicher ?

Bürgerbefragung ist am 6. Mai. Für Freitagabend lädt Ortschef Drees zur Einwohnerversammlung ein.

Flußbach will weg. Weg von der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach und sich stattdessen als Stadtteil der Stadt Wittlich anschließen. Das zumindest ist der WiIle des Gemeinderates, der zwar noch keinen offiziellen Beschluss gefasst hat, dies  aber auf seiner Sitzung am 6. Februar klar bekundet hatte (der TV berichtete).

Aber was wollen die Bürger? Spätestens am Sonntag, 6. Mai, kurz nach 17 Uhr wird man es wissen. Denn an dem Tag wird es in dem 470-Einwohner-Ort eine amtliche Bürgerbefragung geben. Die Bürger können ihre Stimme wie bei einer offiziellen Wahl im Bürgerhaus der Gemeinde von 10 bis 17 Uhr abgeben. Auch eine „Briefwahl“ ist möglich.  Ein entsprechender Stimmzettel  muss dann bis spätestens Donnerstag, 3. Mai, in der Verbandsgemeindeverwaltung Traben-Trarbach geschickt, beziehungsweise abgegeben sein.

Die mit Ja oder Nein zu beantwortende Frage auf dem Stimmzettel  lautet: „Soll die Ortsgemeinde  Flußbach aus der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach ausgegliedert und als Ortsbezirk in die verbandsfreie, kreisangehörige Stadt Wittlich eingegliedert werden?“

Doch zuvor wird es am Freitag, 20. April, um 19 Uhr im Bürgerhaus in Flußbach eine Einwohnerversammlung geben. Die Hauptakteure werden anwesend sein. Das sind Ortsbürgermeister Hans Josef Drees mit Vertretern der beiden im Gemeinderat vertretenen Fraktionen FBL und FWG, der Bürgermeister der VG Traben-Trarbach, Marcus Heintel, und der Bürgermeister der Stadt Wittlich, Joachim Rodenkirch.

Ortsbürgermeister Drees. „An dem Abend kann sich jeder Bürger noch einmal ein Bild über den jetzigen Stand und über die Zukunft der Ortsgemeinde machen.“

Drees selbst spricht sie vehement dafür aus, dass sich Flußbach der Stadt Wittlich angliedert. Dies hatte er auf der Sitzung des Gemeinderates am 6. Februar deutlich gemacht.

An Heintel gerichtet sagte Drees: „Legen Sie uns im Bezug auf das Gemeinwohl keine Steine in den Weg.“ Der erste Beigeordnete Manfred Schmitt (FBL) appellierte an Heintel: „Lassen Sie uns ziehen.“

Die Hauptargumente der Wittlich-Befürworter:  Samtliche Beziehungen des Ortes, ob Arbeitsplätze, Schulen, Vereine, Einkaufen, Apotheken, Ärzte, Krankenhaus, Handwerker, Dienstleister oder Kirchengemeinden, seien in Richtung des Mittelzentrums Wittlich ausgerichtet.

Es ist zu erwarten, dass Heintel am Freitagabend erneut für den Verbleib der Gemeinde Flußbach in der VG Traben-Trarbach plädiert. Bereits im Februar hatte Heintel darauf hingewiesen, dass Flußbach als Stadtteil von Wittlich in seiner Selbstverwaltung deutlich eingeschränkt werde.

Der Bürgermeister der Stadt Wittlich, Joachim Rodenkirch, hatte bereits im Februar mitgeteilt, dass alle Fraktionen im Stadtrat ihre Bereitschaft signalisiert hätten, Flußbach in die Stadt einzugliedern.

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