Skihalle auf dem Idarkopf geplant

STIPSHAUSEN. Alpen-Feeling im Hunsrück? Skifahren auf dem Idarkopf bei 30 Grad im Schatten? Was utopisch klingt, könnte in zwei, drei Jahren Wirklichkeit werden. Eine Investorengruppe möchte in der Nähe von Stipshausen umsetzen, was in Beltheim im Rhein-Hunsrück-Kreis im Sommer scheiterte: Eine Skihalle, 1000 Meter lang und 50 Meter breit, sowie eine große Freizeitanlage inklusive 450-Bettendorf sollen Einheimische und vor allem Touristen in die Region locken.

In Beltheim scheiterte das Projekt an einer starken Bürgerinitiative mit dem Namen "Bei us net". Der Gemeinderat brach sämtliche Verhandlungen ab. Schnell suchte die in Beltheim ansässige Planer-Firma "Con2Re" einen neuen Standort - und wurde auf dem Idarkopf fündig. "Ein idealer Platz! Das gibt es sonst nirgends: eine Skihalle und eine Open-Air-Abfahrt, wenn die Bedingungen stimmen", blickt Dirk Schneider von "Con2Re" optimistisch in die Zukunft. Rund 170 Millionen Euro würde die Umsetzung der Pläne kosten, schätzen Insider. Kapitalstarke und seriöse Investoren habe man an der Hand, heißt es von Seiten der Firma, die ihre Ansätze den Rhaunener Verbandsgemeinderatsmitgliedern bereits in einer nicht öffentlichen Sitzung vorgestellt hat. Und da sei durchaus eine positive Grundhaltung gegenüber dem Projekt deutlich geworden, betont Bürgermeister Wolfgang Becker. Auch die betroffenen Gemeinden - Stipshausen, Rhaunen, Bollenbach und Sulzbach - seien zu weiteren Gesprächen bereit. Allerdings seien noch viele Fragen zu klären, so Becker: "Wenn das klappt, ist das allerdings wie ein Sechser im Lotto für uns..." Eine Bürgerversammlung ist für den 7. Dezember, 19 Uhr, in der Rhaunener Idarwaldhalle anberaumt. Dort wird Dirk Schneider von "Con2Re" die Pläne präsentieren. Vorab erläuterte er die Hintergründe: Warum solle man immer in Ballungszentren investieren? "Wir wollen in unserer Heimat ein Projekt verwirklichen, das die regionale Wirtschaft und den regionalen Arbeitsmarkt unterstützt, Touristen eine attraktive Schlechtwetter-Alternative bietet." Aspekte des Naturschutzes würden berücksichtigt: "Wenn die Geschichte hier nicht gewollt ist, suchen wir uns einen neuen Standort." Rund 155 Vollzeitarbeitsplätze könnten im Zuge des Freizeitparks entstehen - man gehe von jährlich rund 540 000 Skihallenbesuchern aus, sagt Schneider.