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So heißt die neue Straße zum zukünftigen Wohnpark Saar-Mosel-Dreieck

Wohnen : Das Ü-60-Bauprojekt in Konz-Könen hat schon jetzt eine Adresse

Der Ortsbeirat hat vorgeschlagen – der Stadtrat hat zugestimmt: Die neue Straße, die zu dem zukünftigen Gebäudekomplex „Wohnpark Saar-Mosel-Dreieck“ führen wird hat schon einen Namen.

Mehrere Namen für eine neu anzulegende Straße in Konz-Könen standen zur Diskussion. Der Straßenneubau wird nötig, weil ein Großprojekt, das sogenannte Ü-60-Wohnen im Wohnpark Saar-Mosel-Dreieck, von der Könener Straße allein nicht vernünftig erschlossen werden kann. Das Baugelände, bei dem zurzeit schon Erdarbeiten stattfinden, ist zu groß, um ohne eine Stichstraße, die gegenüber den Straßen Saarweg, Ober der Mühle und Valentinstraße von der Könener Straße ins jetzt noch offene Feld führen wird, auszukommen.

Insgesamt acht Wohnhäuser mit 126 Wohnungen sollen neu gebaut werden. Zu überlegen war, ob die Hausnummer 47 in der Könener Straße mit weiteren Buchstaben gewissermaßen „vermehrt“ wird, man also zukünftig die Adressen Könener Straße 47A bis 47H vergibt, oder ob die Stichstraße einen eigenen Namen erhält.

„Brachwies“: Warum die neue Straße so heißt

Angesichts der Größe des Bauprojekts und der damit einhergehenden Länge der Zufahrtsstraße zu den weiter hinten liegenden Gebäuden entschied man sich aber für einen neuen Straßennamen.

Könens Ortsbeiratsvorsitzender Detlef Müller-Greis (FWG): „Der Ortsbeirat einigte sich im Lauf der Diskussion darauf, dass an dieser Stelle ein Flurname als Grundlage für den Straßennamen dienen sollte. Schließlich standen zwei Vorschläge zur Auswahl: "Brachwies" oder "An der Maierei". Bei der Abstimmung erzielte dann der Vorschlag "Brachwies" die meisten Stimmen.“

Im Stadtrat Konz sei es gute Tradition, sagte Stadtbürgermeister Joachim Weber, die Vorschläge aus den Ortsbeiräten zu übernehmen. So kam es dann auch: Einstimmig beschloss der Stadtrat den Namen „Brachwies“ für das noch zu bauende Asphaltband.

Was für einen alternativen Namen gesprochen hätte

Jens Tossing (SPD) hatte aber noch eine Anmerkung: „Wir sollten bei Straßennamen auch immer im Hinterkopf haben, dass wir Persönlichkeiten aus der Konzer Stadtgeschichte ehren können.“ Tossing verwies darauf, dass beispielsweise die Konzer Stadtgeschichte in Bezug auf die NS-Zeit gut dokumentiert sei. „Da gibt es natürlich Namen von Nazi-Opfern, deren Ehrung der Stadt gut zu Gesicht stehen würden.“

Die Anregung stieß auf allgemeines Wohlwollen. Allerdings meinte Bürgermeister Weber: „Wenn möglich, sollten die Straßennamen der zu ehrenden Personen auch einen geografischen Bezug haben. Im Innenstadtgebiet von Konz haben wir da deutlich bessere Möglichkeiten.“

Ein Blick auf den Stadtplan zeigt, dass beispielsweise im Stadtteil Berendsborn ein Michael-Kutscheid-Weg oder eine Hubert-Zettelmeyer-Straße existieren. Kutscheid war Konzer Bürgermeister von 1957 bis 1975, und Hubert Zettelmeyer ist der Gründer der Straßenbau- und Maschinenbaufirma Zettelmeyer, die in der Konzer Stadtentwicklung eine außergewöhnlich wichtige Rolle gespielt hat.