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"So ist das, wenn man Herzblut investiert"

"So ist das, wenn man Herzblut investiert"

Einer der sechs Männer, die im Juni Bürgermeister von Wittlich werden wollten, ist Achim Nehrenberg. Er blickt als dritter Kandidat auf das Wahljahr zurück.

Wittlich. (sos) Achim Nehrenberg war Kandidat von SPD und Grünen und erhielt 12,9 Prozent der Wählerstimmen.

Was antworten Sie auf die Frage: Was macht eigentlich Achim Nehrenberg?

Achim Nehrenberg: Weder im privaten noch im beruflichen Bereich hat sich mein Leben wesentlich verändert. Ich bin weiterhin für die Stadt Traben-Trarbach als Leiter der Tourist Information tätig.

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Die Kandidatur für ein Bürgermeisteramt ist sicherlich eine ganz besondere Erfahrung - angefangen vom Presserummel über den persönlichen Einsatz, um für die Kandidatur zu werben, bis weiter hin zu den Hoffnungen, die man in sein Engagement steckt. Welches Fazit können Sie aus dem Jahr 2009 im Hinblick auf Ihre Kandidatur ziehen?

Nehrenberg: Nun, da wären mehrere Bilanzen möglich. Um es abzukürzen, würde ich es als zusätzliches Plus auf meinem Konto der Lebenserfahrung verbuchen.

Womit hatten Sie womöglich im Vorfeld überhaupt nicht gerechnet - was hat Sie am ganzen Wahlkampf überraschen können?

Nehrenberg: Wenn man so will, hat mich gleich zu Beginn die Kontaktaufnahme der Wittlicher SPD, ob ich mir vorstellen könne als gemeinsamer Bewerber von SPD und Grüne für das Bürgermeisteramt der Stadt Wittlich zu kandidieren, überrascht. Überrascht war ich auch von der Unterstützung und Einsatzbereitschaft einzelner Akteure. Auch hätte ich bei sechs Kandidaten einen zweiten Wahlgang für wahrscheinlich gehalten. Mehr oder weniger überrascht war ich von der geringen Wahlbeteiligung.

Was interessiert Sie heute noch an der Stadt Wittlich?

Nehrenberg: Es hat sich eine Art Bindung zu der Stadt entwickelt, die bis heute anhält. Der Wahlkampf war eine Zeit mit intensiven Eindrücken und Begegnungen. Das legt man nicht einfach wie einen Mantel ab, so dass ich mit einem ganz anderen Interesse die Geschehnisse der Stadt verfolge als früher. Auch kann ich sagen, dass ich früher einfach zum Bummeln oder Einkaufen in die Stadt gefahren bin, sich heute aber ein anderes Gefühl dabei einstellt, wenn ich auf dem Weg nach Wittlich bin; so ist das, wenn man Herzblut investiert.

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Wie beurteilen Sie den Start des jetzigen Bürgermeisters Joachim Rodenkirch - Was möchten Sie ihm womöglich für 2010 mit auf den Weg geben?

Nehrenberg: Was ich an Informationen habe, ist, dass durch seine Fähigkeit, integrieren zu können, eine parteiübergreifende Zusammenarbeit wesentlich besser funktioniert, verbunden mit einer entsprechenden positiven Auswirkung auf das Klima in der Stadt. Ich wünsche ihm und allen, die sich für das Wohl Wittlichs engagieren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktivitäten.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: Wäre ich jetzt Bürgermeister von Wittlich, dann ...

Nehrenberg: Das Thema Belebung und Entwicklung der Innenstadt hätte mir besonders am Herzen gelegen. Da ich aber nicht Bürgermeister der Stadt Wittlich bin, bleibt eine Beantwortung solcher Fragen reine Theorie und Spekulation.