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So schmeckt, reist und feiert die Eifel

Messe : So schmeckt, reist und feiert die Eifel

Hunderte amerikanische Soldaten besuchen die Messe „Explore the Eifel“ auf der Air Base Spangdahlem. 140 Aussteller präsentieren, was die Region zu bieten hat.

Drei Schweine lachen den Jungen an. Ihre Mäuler: weit geöffnet. Doch der Kleine lässt sich von den Fratzen nicht irritieren. Er hebt den Arm, zielt und trifft. Der Ball fliegt genau in die Schnauze des Schweins, das auf ein Brett gemalt worden ist. Gewonnen hat er trotzdem nicht. Denn die ersten beiden Würfe gingen daneben. Also gibt es nur den Trostpreis: eine Quietsche-Ente.

Die drei Schweine stehen für die Sauen, die – so die Sage – einst für den Fall der Wittlicher Stadtmauer verantwortlich gewesen sein sollen. Weswegen an der Säubrennerkirmes jedes Jahr Borstenvieh gegrillt wird. Den meisten Eifelern ist das bekannt. Einem Großteil der Amerikaner, die an diesem Tag durch den Eifel-Club auf der Air Base Spangdahlem bummeln, aber nicht. Doch Karsten Mathar (Stadtmarketing Wittlich) erzählt ihnen die Geschichte gern. Er verteilt Flugblätter für die Kirmes.

Er ist einer von 140 Ausstellern, die den Amerikanern zeigen wollen, wie die Region isst, trinkt, reist und feiert. Vergangenes Jahr waren es etwa 60 Aussteller mehr. Doch auch dieses Mal drängt sich Stand an Stand. 50 sind es insgesamt. Da präsentieren sich Manderscheider Touristiker in mittelalterlichem Gewand, und die Moselweinkönigin gibt den Militärs eine Audienz. Da wird Himmeroder Klosterbier ausgeschenkt und Gin aus Kaschenbach.

 Arno Billen verköstigt im Eifel-Club seinen handgemachten Gin.
Arno Billen verköstigt im Eifel-Club seinen handgemachten Gin. Foto: TV/Christian Altmayer

Jeder Aussteller hat ein Flugblatt dabei. Manche der Soldaten laufen mit ganzen Fächern an Prospekten herum. Obwohl es bereits die 14. Auflage der Messe ist, sehen viele das Angebot zum ersten Mal – sind sie doch zum Teil erst seit wenigen Monaten in Spangdahlem stationiert. Auch für Commander Jason E. Bailey ist die Messe neu. Seit 2017  hat er den Oberbefehl über das 52. Jagdgeschwader. Die Eifel habe er aber schon auf eigene Faust erkundet, sagt er. Er wünsche sich, dass seine Soldaten „diese fantastische Region“ auch kennenlernen und Freundschaft mit den Deutschen schließen. Denn darum gehe es ja auch bei dieser Messe: um die Partnerschaft, die die Nationen seit Jahren verbinde. Dem schließt sich der Spangdahlemer Ortsbürgermeister Klaus Rodens an. Sein Fazit der letzten 14 Jahre: „Eine schöne, gute Sache.“