1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Sommerbühne Bernkastel-Kues schließt erfolgreich ab

Musik : Vielfalt zahlt sich aus

Beileibe kein „verflixtes siebentes Jahr“:  Am Donnerstag haben The Wild Bobbin’ Baboons das Abschlusskonzert der Sommerbühne in Bernkastel-Kues gespielt. Es gibt aber Probleme bei den Finanzen.

Das Wetter spielte in diesem Jahr mit: Vom 21. Juni bis in dieser Woche bot die Sommerbühne Bernkastel-Kues im siebten Jahr ihres Bestehens an zehn aufeinanderfolgenden Donnerstagen LIve-Musik open air an verschiedenen Spielorten in Bernkastel-Kues.

Die Wild Bobbin’ Baboons sorgten mit Rock’n’Roll der 1950er Jahre beim Abschlusskonzert am Karlsbader Platz für einen stimmungsvollen Abend. Die Veranstaltungsreihe richtet sich besonders an die Einheimischen und soll während des Sommers bis vor dem Weinfest unter der Woche ein kulturelles Angebot bieten. Deshalb finden die Konzerte immer am Donnerstag an wechselnden Veranstaltungsorten, von der Burg Landshut bis zu den Moselauen, statt.

„Wir hatten an allen Konzertterminen geniales Wetter,“ freut sich Veranstalter Uwe Hoffmann. Die Veranstaltungsreihe hat ein Budget von 45 000 Euro, 10 000 Euro übernimmt die Stadt, 15 000 Euro zahlen die Gastronomen, und der übrige Anteil wird von Sponsoren bezahlt. Beim Programm legen die Veranstalter Wert auf Vielfalt und Gegensätze.

In diesem Sommer spielten unter anderem Folkrock-, Deutsch-Pop- und Rockabilly-Bands. Jeweils zwei Gruppen traten pro Abend auf, wobei bewusst unterschiedliche Genres ausgesucht werden. „Wir wollen damit auch unterschiedliche Gäste zusammenbringen. Es gab positive Überraschungen jenseits vom Einheitsbrei mit einer guten Mischung aus überregional bekannten und regional Bands und Nachwuchskünstlern“ sagt Hoffmann. Es habe in diesem Jahr bei fast jeder Sommerbühne Besucherrekorde gegeben. Eine Ausnahme sei die Burg Landshut gewesen, da dort wenig Parkmöglichkeiten bestehen und kein Transfer stattfand.

Die Reihenfolge der Plätze werde jährlich in Absprache mit den Gastronomen geändert, wobei zwei Plätze, die Moselauen und der Karlsbader Platz, organisationsbedingt fix seien. Aber dabei gibt es auch Probleme, erläutert Hoffmann: „Einige Plätze sind organisatorisch sehr schwer zu bespielen. Hier seien nur einige Probleme genannt wie mangelnde Stromanschlüsse oder die Umkleidemöglichkeit der Künstler.“

 In diesem Jahr habe es das meiste Sponsorengeld gegeben. Allerdings sei es von den Preissteigerungen in allen Bereichen wieder aufgefressen worden. Hoffmann wünscht sich eine größere finanzielle Beteiligung der Stadt. „Man muss sich über die Finanzierung erneut Gedanken machen.“

Hoffmann dankt den vielen Sponsoren und Menschen, die Jahr für Jahr bei der Sommerbühne helfen, darunter auch dem neuen Ordnungsamtsleiter Axel Schmitt. Hoffmann: „Er hat mit Augenmaß, unkompliziert und selbst interessiert die Veranstaltung begleitet.“

Die Sommerbühne habe sich als kulturelle Veranstaltung in Bernkastel-Kues etabliert und sei aus der Stadt kaum noch wegzudenken.
Im nächsten Jahr soll es neue Spielplätze geben, blickt Hoffman voraus: „Wir möchten gerne neue Konzepte erarbeiten, um die regional kulinarische Vielfalt und Weinlandschaft mit der Sommerbühne zu kombinieren.“