Sonne trocknet Wanderer-Schweiß

Sogar Wanderer von der Ostseeküste nahmen am Samstag am dritten Grafschafter Wandertag teil. Drei Strecken von acht, zwölf und 22 Kilometer Länge hatten diesmal die Wintricher Organisatoren für die knapp 100 Teilnehmer ausgeschildert.

Wintrich. (teu) Auch in der Heimat gibt es noch viel zu entdecken. Das wissen Helga und Franz-Josef Losen, seit sie wandern: "Es gibt immer noch Stellen, die man nicht kennt. Es ist schön, wenn die Strecken ausgeschildert sind. Dann tut man sich leichter", erzählt Helga Losen. Das gilt für die Piesporter selbst unweit ihres Wohnorts in Wintrich. "Wunderschön", jubelt Helga Losen, als sie nach schweißtreibendem Anstieg die letzten Nebelfetzen über dem Moseltal betrachtet.

Kurz nach zehn Uhr hatten die Wintricher Weinkönigin Carina Kilburg und Weinprinzessin Jenny Schneider zusammen mit Ortsbürgermeister Dirk Kessler den Startschuss zur Grafschafts-Wanderung gegeben. "Wir gehören zwar eigentlich nicht dazu, wurden aber adoptiert", erklärt Kessler, wie Wintrich dazu kam, im Wechsel mit den "echten" Grafschafts-Gemeinden die Wandertage durchzuführen.

Die drei angebotenen Strecken führten von Wintrich nach Osten. Während morgens der Aussichtspunkt "Großer Herrgott" hoch über Wintrich noch im dichten Nebel lag, konnten diejenigen, die die zwölf oder 22 Kilometer lange Strecke in Angriff nahmen, spätestens auf dem Sonnenweg über die Weinbergshöhen die Aussicht genießen. An der Filzener Schutzhütte teilten sich die beiden längeren Strecken. Die einen machten sich durch die Weinberge auf den Rückweg. Die anderen wanderten über Burgen, Veldenz und Mülheim-Brauneberg zurück. "Das ist das Gegenstück zur Ostsee", sagten Elke und Detlef Bretag vom Timmendorfer Strand zu den Anstiegen. Leichter hatten es diejenigen, die die acht Kilometer entlang der Mosel absolvierten. Stärken durften sich alle in der Wintricher Festhalle "Vindriacum" bei Kuchen, Waffeln, Kaffee und Wein, während der Musikverein "Harmonie" aufspielte. Hannelore Irmscher von der Tourist-Info Wintrich hatte auch für Unterhaltung für die Kinder gesorgt: Sie konnten beispielsweise Anstecker selbst herstellen.

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