Sonnenenergie statt Kiesabbau

Parallel zur Autobahn will die Gemeinde Klausen sich mit einer Photovoltaikanlage eine weitere Einnahmequelle erschließen. Reich wird sie dabei allerdings nicht.

Klausen Noch in diesem Jahr soll in Klausen auf der Steinrausch, im ehemaligen Kiesabbaugelände zwischen dem Ortsteil Krames und Esch eine Photovoltaikanlage in Betrieb gehen. Dem Bebauungsplan hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Sinnvoll ist für den Rat die Anlage, weil die betreffende 2,8 Hektar große Fläche für die Landwirtschaft uninteressant ist, denn es handelt sich um eine aufgeschüttete Kiesabbaufläche. Ortsbürgermeister Alois Meyer: "Durch den Bau der Photovoltaikanlage und der damit einhergehenden Extensivierung der Bewirtschaftung der Fläche, kann sich der Boden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten regenerieren."
Betreiben wird die Anlage die Firma WES Green GmbH aus Trier. Die Entscheidung, ob sich die Gemeinde am Betrieb beteiligt, ist noch nicht gefallen. Sollte das nicht der Fall sein, würde die Gemeinde nur die Pacht bekommen, und die liegt bei rund 500 Euro im Jahr. Die Photovoltaikanlage soll mindestens 20 Jahre betrieben werden.
In der Sitzung stellten Vertreter der Betreiberfirma die Pläne vor. Es wird um die Anlage eine Sichtschutzpflanzung mit einheimischen Gehölzen geben, die den Artenreichtum in der Insektenwelt fördern soll. Zwischen den einzelnen Modulreihen werden Pflegegassen angelegt. Pro Jahr wird die WES Green GmbH die Anlage nicht öfter als vier- bis fünfmal anfahren müssen.
Nach der einstimmigen Entscheidung für den Bebauungsplan wird es nun eine Offenlage geben, bei der Behörden und Nachbargemeinden dazu Stellung nehmen können.