Sonniger Aufschwung Tag für Energiesparer

Sonniger Aufschwung Tag für Energiesparer

Verhaltener Freitag, durchschnittlicher Samstag, starker Sonntag: Die 21. Grenzlandschaft (GLS) hat die Erwartungen der Aussteller und Besucher bisher insgesamt erfüllt. Am Dienstag, 1. Mai, soll es zum Finale nochmals richtig voll werden. Ständig ansteigende Energiepreise, schwindende Rohstoffressourcen und der Klimawandel sind in aller Munde. Immer mehr Hauseigentümer sind deshalb auf der Suche nach Alternativen in der Energieversorgung, um Kosten einzusparen und auch die Umwelt zu schonen.

Prüm. (cus) Ein zufriedenes Zwischenfazit ziehen die GLS-Organisatoren nach den ersten drei Tagen. 1100 Besucher am Freitag und 2200 am Samstag ließen noch keine Euphorie aufkommen.Der Ansturm kommt am Sonntag

Am Sonntag folgte jedoch der erhoffte Ansturm, wobei die genaue Zahl bei Redaktionsschluss noch nicht fest stand. "Die Zeiten, als sich die Massen durchs Zelt geschoben haben, sind zwar vorbei. Für die Aussteller und Besucher ist das aber ideal, denn so können echte Beratungsgespräche geführt werden", sagt Ausstellungsleiter Georg Sternitzke. Die GLS habe mit den Schwerpunktthemen einen Trend gesetzt, der gut angekommen und zudem weiter ausbaufähig sei. Vor der riesigen Video-Wand am Eingang aus Richtung Niederprüm blieben häufig Besucher stehen, um Informationsfilme oder Live-Vorführungen anzuschauen. So gaben die Aktiven der Kampfsportschule Fit Fun Fight Kostproben ihres Könnens. Die Berufsbildende Schule (BBS) Prüm informierte über ihre Betreuungsprogramm auf der GLS und ihr umfangreiches Bildungsangebot. Kalte Getränke und Eis sind der Renner

Aufgrund der hohen Temperaturen waren kalte Getränke und Eis besonders beliebt. In den Zelten wurde es mit der Zeit immer heißer, was jedoch eher den Ausstellern zu schaffen machte, die den ganzen Tag dort verbrachten. "Das Wetter ist angenehm, und man kommt überall noch durch", sagt Dieter Lux aus Dahnen, der sich mit Ehefrau Hildegard vor allem die landwirtschaftlichen Angebote anschaute. Allein rund 5000 Quadratmeter Fläche waren bei der GLS den Landmaschinen vorbehalten - ein in der Großregion mehr als herausragender Umfang. Allerdings trüben Trockenheit und Hitze die Stimmung bei der Kundschaft, wie Anton Plattes von der Firma Plattes in Auw bei Prüm festgestellt hat: "Die Bauern sind demotiviert, es ist kein Geld auf den Höfen. Trotzdem geht der Trend zwangsläufig zu größeren Maschinen." Besucher sind von der Vielseitigkeit begeistert

Andreas und Margret Hockertz aus Winterspelt-Urb loben die Vielseitigkeit und große Auswahl bei der GLS: "Wer etwas Bestimmtes sucht, kann sich hier optimal informieren und Preise vergleichen." Ihre Kinder Corinna (7) und Fabian (5) waren in den Spielzelten vom Haus der Jugend und BBS Prüm gut aufgehoben. "Bei der Kletterwand hab' ich es bis ganz oben geschafft", meldet ihr zehnjähriger Sohn Michael stolz. Am Montag, 30. April, und Dienstag, 1. Mai, ist die GLS ebenfalls von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Prüm. (sico) Diesem Trend hat sich auch die Grenzlandschau nicht verschlossen und erklärte den Ausstellungssamstag zum Energiespartag. Mehrere Institutionen und natürlich vor allem die Handwerker der Region erläuterten an ihren Ständen interessierten Besuchern die ganze Bandbreite der Energiethemen rund ums Haus.Theorie und Praxis

Den theoretischen Rahmen steckten dabei spezielle Berater ab. Mit einem Vortrag zum Thema "Bioenergie" wartete das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum auf. RWE Rhein-Ruhr setzte hingegen mehr auf Spaß und Erlebnis und schickte die Ausstellungsbesucher in einem Aktionshaus auf die Suche nach Energiespartipps. Aktuell zum Gesetzesbeschluss informierte das Umweltzentrum der Handwerkskammer Trier über den Energiepass für Hausbesitzer und die Chancen auf Fördermittel. Den entdeckten Energiefressern rückt man im Umweltzentrum mit Spezialisten und Handwerkern der Region zu Leibe.Strom erzeugende Heizung

Heimische Vertreter der Baubranche, Elektro-, Heizung-, Maler- und Sanitärbetriebe stellten die neusten energiesparenden und umweltschonenden Technologien vor. Auch wenn der Andrang sich bei der Hitze im Zelt noch in Grenzen hielt, hatten Besucher so die günstigere Gelegenheit, sich ausführlich zu allen Aspekten beraten zu lassen. Das Hauptaugenmerk der Bauherren galt den Wärmepumpen sowie einer umweltfreundlichen Dämmung aus Cellulosefaser; doch auch Strom erzeugende Heizungen auf der Basis eines Erdgasmotors, Solarkollektoren und Heizanlagen mit Holzschnitzeln, Getreide oder Holzbriketts fanden ihr Publikum bei der Grenzlandschau.