Sozialausgaben sind der größte Posten

Sozialausgaben sind der größte Posten

Der Haushalt steht im Vordergrund der letzten Sitzung des Kreistags in diesem Jahr. Die Pflichtausgaben für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sind dabei der größte Posten. Die Personalkosten für Kitas sind wegen der Bereitstellung von zusätzlichen Plätzen für Kinder unter drei Jahren um rund zwei Millionen Euro gestiegen.

Wittlich. Wenn der Kreistag am Montag zusammentritt, wird er eine umfangreiche Tagesordnung abarbeiten müssen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Haushaltsplan für 2015, den das Gremium beschließen muss. Der über 500 Seiten umfassende Plan liegt inzwischen vor. Von den insgesamt 196,2 Millionen Euro Kreisausgaben machen die Pflichtaufgaben Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung (40 Millionen Euro), Zuwendungen zu den Personalkosten von Kitas (33,5 Millionen Euro) und die Personalkosten der Verwaltung mit 21,86 Millionen Euro die größten Anteile aus, wie Fachbereichsleiter Winfried Theil mitteilt.
Besonders die Personalkosten für Kitas sind dabei durch die Bereitstellung von U-3-Plätzen um zwei Millionen Euro gestiegen. Zehn Millionen Euro werden für Wohnung und Heizung von Hartz IV-Empfängern verwendet, die laufenden Kosten für Schulen betragen zehn Millionen Euro und die Schülerbeförderung 6,5 Millionen Euro. Die Ausgaben für Hilfen für Asylbewerber belaufen sich auf 3,7 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land 2,3 Millionen Euro, während der Kreis 1,4 Millionen Euro tragen muss. Dieser Anteil rührt daher, dass das Land die Zuwendungen nach einem festen Schlüssel überweist, tatsächlich jedoch höhere Kosten anfallen, die beim Kreis verbleiben.
Weitere Themen der Sitzung am Montag sind unter anderem die Einrichtung einer Beratungs- und Koordinierungsstelle mit dem Schwerpunkt Demenz, die Abstufung von Kreisstraßen und Landesstraßen und die Erstellung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Der Kreistag des Landkreises Bernkastel-Wittlich trifft sich am Montag, 15. Dezember, um 10 Uhr im Kreishaus in Wittlich.
Extra

Die Gesamtverschuldung für 2015 ist mit 118 Millionen Euro angesetzt (86 Millionen Investitionskredite und 32 Millionen Euro Liquiditätskredite). Wie erstmals im vergangenen Jahr wird der Haushalt auch 2015 einen Überschuss von 4,816 Millionen Euro aufweisen. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird sich auf 1048 Euro pro Einwohner erhöhen. Im Jahr 2014 waren es noch 978 Euro. Die Kreisumlage soll auf 46,7 Prozent gesetzt werden. Das ist eine Erhöhung von 0,66 Prozent gegenüber 2014. Die Kreisausgaben belaufen sich 2015 insgesamt auf 196,2 Millionen Euro (175,7 Millionen Euro Ergebnishaushalt, 16,8 Millionen Euro Investitionen, 3,7 Millionen Euro Tilgung von Schulden)